13. Juni 2017 | 08:40 Uhr

ts1.jpg © Screenshot Video

Video

Nach Erdbeben: Mini-Tsunami trifft Lesbos

Bewohner der Ortschaft Plomari hielten den kleinen Tsunami auf Video fest.

Nach einem schweren Seebeben in der Ägäis sind am Dienstag die Schäden in ihrem vollen Umfang ans Tageslicht gekommen. Das Dorf Vrisa auf der Insel Lesbos mit rund 700 Einwohnern ist zu 80 Prozent zerstört, teilte der Chef der Organisation für den Erdbebenschutz Griechenlands (OASP), Efthymios Lekkas, im Staatsfernsehen ERT mit.

Das Erdbeben hatte am Montag ein Menschenleben auf Lesbos gefordert. Elf Menschen wurden auf der griechischen Insel verletzt. "Es war einer der schlimmsten Momente meines Lebens. Ich kriegte Herzrasen und rannte in Panik aus dem Haus", sagte ein Einwohner der Ortschaft Vrisa im Fernsehen.

Das Zentrum des Bebens lag rund zehn Kilometer unter dem Meeresboden zwischen der türkischen Ägäisküste vor der Halbinsel Karaburun und der griechischen Insel Lesbos. Nach griechischen Seismologen-Messungen hatte es eine Stärke von 6,1 und einen kleinen Tsunami ausgelöst.

Warnung vor Nachbeben
Die Seismologen warnten vor Nachbeben. Deswegen sollten die Einwohner, deren Häuser beschädigt sind, nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Es bestehe große Verletzungsgefahr. Beim kleinsten Nachbeben könnten beschädigte Häuser einstürzen. Aus Sicherheitsgründen blieben am Dienstag alle Schulen von Lesbos geschlossen. Alle Gebäude in den betroffenen Regionen der Insel müssten von Ingenieuren geprüft werden, teilten die Behörden mit. Die meisten Einwohner der Ortschaft Vrisa wurden in Zelten untergebracht.

In den anderen Regionen von Lesbos gibt es nur geringe Schäden. Touristen wurden nicht verletzt. Die Hotels weisen keine Schäden auf, teilte der Präsident der Hoteliers von Lesbos, Periklis Antoniou mit.

Mini-Tsunami
Das Seebeben hat auch einen kleinen Tsunami ausgelöst. Zu größeren Schäden kam es dadurch aber nicht. In einem Video, das Bewohner der Region nach dem Seebeben drehten und am Dienstag im Nachrichtenportal der Ortschaft Plomari gezeigt wurde, ist zu sehen, wie sich das Meerwasser aus dem Hafen von Plomari zurückzieht. Bei der Rückkehr des Wassers treiben einige Fischerboote im Hafen. Fischer versuchen, ein großes Boot wieder festzumachen. Schließlich gelingt es dem Kapitän, an Bord zu gehen und rasch den Hafen zu verlassen.



Tsunamis werden gefährlich, wenn man in der Nähe der Küste ist. Im offenen Meer wird die Flutwelle nur als eine größere Welle bemerkbar.

Österreich Wetter

  • Jetzt
  • 22
  • 23
  • 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18
  • 19
  • 20

Schwacher Störungseinfluss von SW. 6/13°

Eine Störungszone liegt heute Sonntag stationär über Österreich und schwächt sich dabei ab. Auch am Nachmittag sind dabei unergiebige Niederschläge zu erwarten, am ehesten südlich des Alpenhauptkammes sowie im Südosten. Dicht bewölkt ist es dabei von Vorarlberg bis ins Waldviertel, hier regnet es nur selten. Sonnenfenster nach Südosten hin lassen Haufenwolken immer wieder aufquellen, mit nachfolgenden Schauern. Schneefallgrenzen zwischen 1200 und 1600m. Der Wind weht schwach bis mäßig aus unterschiedlichen Richtungen. Nachmittagstemperaturen zwischen 7 und 16 Grad. Heute Nacht: Schwacher Störungseinfluss bringt auch während der kommenden Nacht vor allem alpennordseitig dichte Wolken und zwischen dem Tiroler Unterland und dem Waldviertel ein paar Regentropfen oder Schneeflocken oberhalb 1000m. Überall sonst ist es niederschlagsfrei bei veränderlicher Bewölkung. Im Donauraum bläst mäßiger Westwind. Tiefsttemperaturen zwischen 1 und 6 Grad.
mehr Österreich-Wetter