06. August 2020 | 10:58 Uhr

Mont Blanc © Wikipedia/Matthieu Riegler, CC-BY

70 Personen evakuiert

Mont-Blanc-Gletscher droht einzustürzen

Rund 500.000 Kubikmeter Eis könnten in Courmayeur abbrechen

Etwa 70 Personen - 15 Einwohner und mehr als 50 Touristen - haben am Donnerstag den niederen Teil des Tals "Val Ferret" in der Bergortschaft Courmayeur auf der italienischen Seite des Mont Blancs verlassen müssen. Der Einsturz eines Teils des Planpinceux-Gletschers wurde befürchtet. Rund 500.000 Kubikmeter Eis könnten abbrechen, warnten die Behörden, die die Evakuierung organisierten.
 
Der Gletscher droht wegen der steigenden Temperaturen in den vergangenen Tagen einzustürzen, warnten Glaziologen. Die Gemeinde Courmayeur plante Hilfe für die evakuierten Bewohner der Ortschaft. Schon im vergangenen September hatte die Gemeinde im norditalienischen Aostatal zwei Straßen gesperrt, weil der Planpinceux-Gletscher einzustürzen drohte. Die Straßen blieben bis Mitte November geschlossen. Der 4.810 Meter hohe Mont Blanc (Monte Bianco) erhebt sich an der Grenze zwischen Frankreich und Italien.

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Im W mehr Wolken und etwas Regen, im O mehr Sonne. 5/17°

Eine nur langsam ziehende Störungszone bringt im Westen und Südwesten dichte Wolken sowie nachmittags auch etwas Regen. In Vorarlberg sinkt die Schneefallgrenze bis zum Abend auf rund 500 bis 800m Seehöhe ab, sonst liegt sie meist noch zwischen 1200 und 1500m Seehöhe. Überall sonst überwiegt noch der Sonnenschein, auch wenn einige hohe Wolkenfelder durchziehen und am Nachmittag Quellwolken entstehen. Der Wind bläst in Föhnstrichen entlang des Alpenhauptkammes sowie auch im Osten lebhaft bis kräftig aus Süd, sonst meist nur schwach bis mäßig. Tageshöchsttemperaturen im Westen und Südwesten 8 bis 13 Grad, sonst 14 bis knapp 20 Grad, mit den höchsten Werten ganz im Osten. Heute Nacht: In der Nacht regnet und schneit es im Westen und Südwesten immer wieder. Die Schneefallgrenze sinkt an der Alpennordseite auf 500 bis 900m, im Süden bleibt sie bei rund 1200m Seehöhe. Nach Osten zu verläuft die Nacht eher nur gering bewölkt. Der teils noch mäßige bis lebhafte Südwind im Bergland und im Osten lässt deutlich nach. Tiefsttemperaturen minus 1 bis plus 5 Grad.
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