12. August 2016 | 12:20 Uhr

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Portugal

Madeira: Waldbrände unter Kontrolle

Extreme Hitzewelle mit mehr als 38 Grad fachte die Feuer an.

Nach gut dreitägigen verheerenden Waldbränden auf Madeira hat sich die Situation auf der portugiesischen Insel beruhigt. Das Feuer, das die Altstadt der Inselhauptstadt Funchal im Süden der Atlantikinsel bedroht hatte, ist nach Angaben der Behörden unter Kontrolle. Nun müsse an den Wiederaufbau gedacht werden, sagte der portugiesische Ministerpräsident Antonio Costa am Donnerstagabend in Funchal.

200 Häuser zerstört

Es gibt inzwischen bereits eine erste Bilanz: Rund 200 Häuser, ein Einkaufszentrum, ein Hotel und auch Fabrikanlagen seien von den seit Montag wütenden Flammen zerstört worden. Der Sachschaden werde auf 55 Millionen Euro geschätzt. Im einem Außenbezirk der Hauptstadt kamen drei Bewohner ums Leben. Es gab Dutzende Verletzte. Ein 23-Jähriger wurde als mutmaßlicher Brandstifter festgenommen.

Im Osten der "Blumeninsel" war am Freitag in der Region Calheta noch ein kleinerer Waldbrand aktiv. Auf dem portugiesischen Festland war die Feuerwehr unterdessen laut Zivilschutz mit zwölf größeren Waldbränden beschäftigt. Betroffen war vor allem der Norden. Insgesamt 4.300 Feuerwehrleute bekämpften die Flammen - auch Dutzende Hubschrauber und Löschflugzeuge waren im Einsatz.

Der Zivilschutz sprach vom schlimmsten Sommer seit Jahren. Der Rundfunksender TSF berichtete unter Berufung auf das europäische Waldbrandinformationssystems EFFIS, seit Anfang des Jahres seien in Portugal durch Feuer rund 90.000 Hektar Wald zerstört worden. Die jüngsten Feuer auf Madeira hätten 3.000 Hektar dem Erdboden gleichgemacht. 2015 hatten Brände in ganz Portugal rund 60.000 Hektar zerstört.
 

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