19. August 2018 | 17:14 Uhr

erdbeben-lombok-960.jpg © APA/AFP/AULIA AHMAD

Insel kommt nicht zur Ruhe

Insel kommt nicht zur Ruhe

Zwei Erdbeben der Stärke 6,3 und 7,2 könnten erneut viel Schaden angerichtet haben.

Ein weiteres Erdbeben hat sich am Sonntag nahe der indonesischen Insel Lombok ereignet. Es hatte die Stärke 7,2 und ereignete sich in nur einem Kilometer Tiefe und etwa 125 Kilometer nordnordöstlich der Küste, teilte die US-Erdbebenwarte (USGS) mit. Eine Tsunami-Warnung wurde zunächst nicht herausgegeben.

Es war bereits die zweite größere Erschütterung innerhalb von 24 Stunden. Zuvor am Sonntag war bereits ein schweres Erdbeben der Stärke 6,3 registriert worden. Bei einem schweren Beben am 5. August waren auf der Insel etwa 460 Menschen ums Leben gekommen.Die Menschen seien schreiend auf die Straßen gerannt, sagte ein Bewohner des Ostteils der Insel Lombok der Nachrichtenagentur AFP. Ein Sprecher des Katastrophenschutzes erklärte, Berichte über Schäden oder Opfer lägen zunächst nicht vor. Die Situation werde weiter beobachtet, sagte er dem Fernsehsender TVOne.
 

"Lichter ausgegangen"

 
Auch im Hauptort Mataram und auf den benachbarten Ferieninseln Bali und Sumbawa war das Beben zu spüren. Eine Zeugin in Mataram sagte der Nachrichtenagentur Reuters, es habe sich um ein schweres Beben gehandelt: "Alle Lichter sind ausgegangen."
 
Seit dem 29. Juli bebt in Lombok immer wieder die Erde. Beim Beben der Stärke 6,9 am 5. August starben rund 460 Menschen.
 

Auch Erdbeben vor Fidschi-Inseln

Der Erdstoß ereignete sich zwischen den Fidschi-Inseln und der Insel Tonga, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Die Behörde gab die Stärke des Bebens mit 8,2 an. Sein Zentrum lag etwa 270 Kilometer östlich von Levuka in einer Tiefe von rund 560 Kilometern. Weitere schwächere Erdstöße folgten.
 
Über eventuelle Opfer oder Schäden nach dem ersten Beben lagen zunächst keine Angaben vor. "Es ist zwar zu spüren, aber es ist so tief, dass ich keine Schäden erwarten würde", sagte auch die Geophysikerin Jana Pursley der Nachrichtenagentur Reuters. Das Beben war zunächst mit einer Stärke von 8,0 angegeben worden, dieser Wert wurde später aber auf 8,2 korrigiert.
 

Keine Tsunami-Warnungen

Die zuständigen Behörden gaben keine Tsunami-Warnung aus. Ein Tsunami sei bei dieser Tiefe nicht zu befürchten, erklärte das US-Tsunami-Warnzentrum. Kurze Zeit später wurden von der USGS zwei weitere Beben der Stärke 6,3 und 6,8 rund 560 bzw. 420 Kilometer unter der Erde gemessen.
 
Das erneute Beben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok in der Nacht auf Sonntag ereignete sich hingegen in einer Tiefe von nur 7,9 Kilometern. Das Epizentrum des Bebens der Stärke 6,3 lag südwestlich der Stadt Belanting im Osten von Lombok. Auch hier wurde keine Tsunami-Warnung ausgegeben.
 
Indonesien und die Inselstaaten Fidschi und Tonga liegen am Pazifischen Feuerring, wo es besonders viele Vulkane und Erdbeben gibt. Lombok ist in den vergangenen Wochen bereits von mehreren schweren Beben erschüttert worden. Beim Beben der Stärke 6,9 am 5. August starben rund 460 Menschen.