06. Juli 2019 | 07:55 Uhr

Erdbeben Kalifornien © Getty Images

Beben der Stärke 7,1

Kalifornien erneut von schwerem Erdbeben erschüttert

Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor 

Der Süden Kaliforniens ist am Freitagabend vom stärksten Erdbeben seit zwei Jahrzehnten erschüttert worden. Das Beben hatte eine Stärke von 7,1, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Häuser wackelten, in Teilen von Los Angeles fiel der Strom aus. Größere Schäden gab es nicht. Wie bei dem Erdbeben am Vortag, das eine Stärke von 6,4 gehabt hatte, lag das Epizentrum nahe der Kleinstadt Ridgecrest.
 
Nach Angaben der US-Erdbebenwarte war das Beben vom Freitagabend elf Mal stärker als das Vorbeben. Es sei Teil einer sogenannten Erdbebensequenz. Die Erschütterung war noch im gut 250 Kilometer entfernten Los Angeles zu spüren. Die Feuerwehr entsandte dort Fahrzeuge und Hubschrauber, um mögliche Schäden zu prüfen und in Schadensfällen Hilfe zu leisten.
 

Schwerstes Beben seit 20 Jahren

Laut der Zeitung "Los Angeles Times" handelte es sich um das schwerste Erdbeben in Südkalifornien seit 1999, als ein Erdstoß der Stärke 7,1 die Militärbasis Twentynine Palms Marine Corps erschütterte.
 
 Nach den beiden Beben, die in einem weiten Umkreis zu spüren waren, wurden im bevölkerungsreichsten US-Staat Befürchtungen laut, diese könnten ein Vorbote eines großen Erdbebens sein, das Seismologen entlang der San-Andreas-Verwerfung befürchten.
 
Eine Anrainerin beschrieb dem Sender CNN, dass der Boden und ihr Haus stark schwankte. Der Strom sei ausgefallen. Die Besitzerin eines Motels in Ridgecrest schilderte aufgeregt, dass das Gebäude geschwankt habe. Die Gäste seien in Panik aus ihren Zimmern gerannt.
 

Notstand ausgerufen

Die Feuerwehr im Bezirk Kern County berichtete von zahlreichen Anrufen. Es sollen mehrere Feuer ausgebrochen sein. Fernsehbilder zeigten Einsatzteams beim Löschen von Bränden. Die Behörde teilte in der Nacht mit, dass Helfer in Ridgecrest von Haus zu Haus gehen würden. Es lägen zunächst keine Berichte über Todesopfer oder eingestürzte Gebäude vor, sagte Feuerwehr-Chef David Witt. In einigen Stadtvierteln sei der Strom ausgefallen.
 
Der Gouverneur von Kalifornien hat für die betroffene Region den Notstand ausgerufen. Auf diese Weise können schnell Einsatzkräfte und Gelder mobilisiert werden.
 
Das Beben war in weiten Teilen des Westküstenstaates zu spüren. Auch im 250 Kilometer entfernten Las Vegas im Nachbarstaat Las Vegas schreckte der Erdstoß die Menschen auf.
 
Den Erdstoß am Donnerstag konnten Millionen Menschen von Sacramento im Norden Kaliforniens bis San Diego und von Los Angeles bis nach Las Vegas im Wüstenstaat Nevada sowie an der Nordgrenze Mexikos spüren. Die Kleinstadt Ridgecrest nahe dem Death-Valley-Nationalpark war am stärksten betroffen. Todesopfer oder Schwerverletzte gab es nicht.
 

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