17. Jänner 2017 | 07:08 Uhr

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Hoch Brigitta

Hoch Brigitta

Hochdruckgebiet "Brigitta" hüllt Frankreich in strengen Frost.

Frankreich wappnet sich wegen der Kältewelle in dieser Woche gegen eine womöglich angespannte Lage bei der Stromversorgung. Der Stromkonzern EDF, Netzbetreiber und Umweltministerium forderten die Verbraucher am Montag auf, sparsam mit Energie umzugehen und etwa Waschmaschinen lieber außerhalb der stärksten Verbrauchszeiten laufen zu lassen.

Der Übertragungsnetzbetreiber RTE geht davon aus, dass Kraftwerke und Importe den Bedarf an diesem Dienstag ohne Einschränkungen abdecken können. Am Mittwoch könne es jedoch notwendig werden, Maßnahmen zur Reduzierung des Stromverbrauchs umzusetzen, teilte das Unternehmen mit. RTE könnte dann etwa die Versorgung ausgewählter Industriestandorte zeitweise stoppen oder die Spannung im ganzen Netz senken. Schon ein Teil der möglichen Schritte sollte ausreichen, um die Versorgung zu sichern, hieß es.

Der französische Wetterdienst erwartet, dass in großen Teilen des Landes von Dienstag an den ganzen Tag Frost herrscht. Die Kältewelle soll bis Ende der Woche dauern. Viele Franzosen haben Elektro-Heizungen, weshalb der Stromverbrauch bei Kälte stark zunimmt. Zugleich sind derzeit mehrere Reaktoren der französischen Atomkraftwerke wegen Überprüfungen vom Netz.