10. März 2014 | 14:18 Uhr

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Hungersnot

62 tote Kinder bei Kälte in Pakistan

In der Wüste herrscht Hungersnot. Der Oberster Richter sagt: Land und Regierung sollten sich schämen.

Nach dem Tod von Dutzenden Kindern im Süden Pakistans hat das Oberste Gericht des Landes die Behörden angewiesen, bis kommenden Montag einen Aktionsplan gegen die dort herrschende Hungersnot vorzulegen. Das Land und seine Regierung müssten sich für ihre monatelange Untätigkeit "schämen", sagte der Oberste Richter Tassaduq Hussain Jillani am Montag bei einer Anhörung zu der Lage in dem Gebiet.

Ungewöhnliche Kälte:
Medienberichte über den Tod von unzähligen Kindern in der Thar-Wüste hatten vergangene Woche das Land aufgeschreckt. Mindestens 62 Kinder seien in den vergangenen drei Monaten gestorben, tausende weitere Menschen hungerten, teilte der Innenminister der Provinz Sindh, Mumtaz Ali Shah, nun dem Obersten Gericht mit. Grund für den Tod sei die ungewöhnliche Kälte in der Region, sagte Shah. Viele Wüstenbewohner hätten dadurch Lungenentzündungen bekommen, die aber wegen der schlechten Gesundheitsversorgung in dem Gebiet nur unzureichend behandelt werden konnten.

Der Generalstaatsanwalt der Provinz, Fateh Malik, warf den Medien vor, die Situation zu übertreiben. Katastrophen seien in dem verarmten Gebiet normal, sagte er. Nach seinen Angaben verteilten die Behörden inzwischen 120.000 Lebensmittel-Säcke an die Bedürftigen. Zudem hätten die Familien der Opfer umgerechnet rund 1.400 Euro Entschädigung erhalten.

Regierungschef Nawaz Sharif und Bilawal Bhutto-Zardari, dessen Pakistanische Volkspartei in der Provinz an der Macht ist, besuchten am Montag die Region. Die Wüstenbewohner leben weitgehend isoliert in ärmlichen Verhältnissen. Eine Dürre hatte im Jahr 2000 rund 90 Prozent des Viehbestands vernichtet, der Haupteinnahmequelle der Region.

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Einige Regenschauer oder Gewitter, 11/20°

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