16. Juli 2015 | 11:23 Uhr

rome790.jpg © EPA

Bis zu 41 Grad

"Hot Storm" bringt Hitzewelle in Italien

Maserati-Belegschaft legte Arbeit wegen Hitze in Fabrik nieder.

Eine neuerliche Hitzewelle treibt die Italiener an die Strände und den Stromverbrauch in die Höhe. Wetterexperten rechnen für das kommende Wochenende mit einem "Hot Storm", einem Strom heißer Luft aus dem algerischen Innenland, der sich bei der Überquerung des Mittelmeers mit Feuchtigkeit auflädt.

Laut Meteorologen könnte der Juli zum heißesten Sommer seit 150 Jahren werden. Der "Hot Storm" wird die Temperaturen in Italien vielerorts auf 39 Grad treiben, mit Spitzenwerten von 40 bis 41 Grad in Mittel- und Süditalien. Die Luftfeuchtigkeit wird die Hitze besonders unerträglich machen, warnten Meteorologen. Verona, Triest, Venedig, Florenz, Rom, Neapel und Bari sind Städte, die schon in den nächsten Tagen mit über 37 Grad rechnen müssen. Mit frischerer Luft kann man erst Ende Juli rechnen.

Stromverbrauch auf Rekordhoch
Der Stromverbrauch in Italien hat wegen der anhaltenden Hitzewelle einen Rekordstand erreicht. Wie die Stromgesellschaft Terna mitteilte, erreichte der Verbrauch zuletzt an einem Tag ein Rekordhoch von 56.883 Megawatt. Grund dafür sind die vielen Ventilatoren und Klimaanlagen, die sich die Italiener gegen die Hitze zugelegt haben und deren Dauerbetrieb die Stromnetze überlastet. Die Lage sei unter Kontrolle und es bestehe keine Gefahr von Stromausfällen, teilte Terna mit. Der hohe Verbrauch belastet aber die Geldbeutel der Italiener. Italien hat die höchsten Strompreise in Europa.

Touristen baden in Brunnen
Touristen suchen unterdessen Abkühlung in Roms Brunnen und riskieren dabei saftige Strafen. Ordnungswächter müssen darauf achten, dass die Touristen ihre Füße aus den vielen Brunnen heraushalten. Fotos von jungen US-Touristen, die nachtsüber in dem weltberühmten Vierströme-Brunnen auf der Piazza Navona badeten, den der Architekt Gian Lorenzo Bernini von 1648 bis 1651 schuf, sorgten für Empörung.

Spärlich bekleidete Touristen sind dem Vatikan in jedem Sommer ein Ärgernis, und die extrem hohen Temperaturen in den vergangenen Wochen haben die Situation noch verschlimmert. Täglich versuchen Tausende, in Shorts und ärmellosen T-Shirts den Petersdom zu betreten. Prompt werden sie dann vom Aufsichtspersonal des Vatikans zurückgewiesen. Dies läuft nicht immer ohne verbale Auseinandersetzungen ab.

Hitze-Streik bei Maserati
Die Hitzewelle behindert auch die Produktivität in Italien. Im Werk des Luxusauto-Produzenten Maserati in Grugliasco bei Turin kam es am Mittwoch zu einem einstündigen Streik, weil die Temperatur in der Fabrik auf über 35 Grad gestiegen war. Die Kühlanlagen würden nicht effizient funktionieren, dabei sei die Fabrik erst kürzlich nach den modernsten Standards renoviert worden, klagten Gewerkschafter.

In der römischen Nationalbibliothek verkürzte das Personal die Öffnungszeiten, weil die Klimaanlage nicht arbeitete und die Hitze unerträglich war. In römischen Regierungsgebäuden wurde gespart und die Klimaanlagen waren nur spärlich eingesetzt, was zu Beamtenprotesten führte.
 

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Viele Wolken und trüb, zeitweise Regen, 2/10°

Störungseinfluss sorgt recht verbreitet für trübe Wetterverhältnisse. In den meisten Landesteilen ist es dicht bewölkt. Lediglich im Südwesten scheint die Sonne immer wieder kurz. Mit Regenschauern ist fast im ganzen Land zu rechnen. Der Schwerpunkt liegt am Vormittag in der Osthälfte und verlagert sich am Nachmittag in die Westhälfte bzw. in das Bergland. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 800 und 1300m Seehöhe. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nord bis Ost. Tageshöchsttemperaturen 6 bis 13 Grad, mit den höchsten Werten im Westen. Heute Nacht: In der Nacht auf Sonntag lockert die Bewölkung nördlich des Alpenhauptkammes auf und die Schauer gehen dort gänzlich zurück. Weiter im Süden und Osten und Nordosten halten sich länger kompakte Wolken und der eine oder andere Regenschauer ist auch noch möglich. Erst in den frühen Morgenstunden lockert die Bewölkung hier allmählich auf. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 700 und 1000m Seehöhe. Der Wind weht meist nur schwach, nur im westlichen Donautal sowie dem Innviertel teils mäßig, aus Nordost bis Südost. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen minus 3 und plus 4 Grad. Am kältesten wird es inneralpin.
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