01. Oktober 2016 | 13:22 Uhr

Hurrikan Matthew © APA/AFP/NOAA/HO

Warnung

Horror-Hurrikan "Matthew" bedroht die Karibik

US-Meteorologen warnten vor schlimmstem Wirbelsturm seit 2007.

Ein Hurrikan der höchsten Kategorie bedroht die Karibik. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Stundenkilometern könne der Wirbelsturm "Matthew" der schlimmste Hurrikan seit 2007 werden, teilte das US-Hurrikanzentrum in der Nacht auf Samstag mit. Der Sturm, der am Freitag vor der Nordküste Kolumbiens und Venezuelas wütete, bewegt sich auf Jamaika, Haiti und Kuba zu.

   "Matthew" befand sich am Freitagabend noch 125 Kilometer nordwestlich von Punta Gallinas an der Nordwestküste Kolumbiens und sollte nach Nordwesten weiterziehen. Vor allem Jamaika und der Süden Haitis müssen den Warnungen der US-Meteorologen zufolge am Wochenende mit sintflutartigen Regenfällen, lebensgefährlichen Überschwemmungen und Erdrutschen rechnen. An einigen Orten könnten demnach bis mehr als 60 Zentimeter Regen fallen.

   Der Sturm wurde am Freitagabend von der vierten in die fünfte Hurrikan-Kategorie hochgestuft. Zwar seien noch Schwankungen in der Intensität des Sturms möglich, es sei aber zu erwarten, dass "Matthew" bis Sonntag ein "starker" Hurrikan bleiben werde, teilte das US-Hurrikanzentrum mit.

   Haiti bereitete sich ab Samstag auf heftigen Wind und Regen vor. Wie der Zivilschutz mitteilte, sollen vor allem die Bewohner südlicher Inseln ihre Häuser absichern und Wasser- und Lebensmittelvorräte anlegen. Auf Jamaika ordnete Ministerpräsident Andrew Holness die Einrichtung von Notunterkünften für rund 2.000 Menschen an. Am Montagabend oder Dienstagfrüh dürfte "Matthew" dann Kuba erreichen. Aber auch an den Küsten von Puerto Rico, Venezuela, Kolumbien und der Dominikanischen Republik sowie auf den Inseln Aruba, Bonaire und Curacao wurde vor Springfluten und gefährlichen Strömungen gewarnt.

   Nach den Vorhersagen der US-Meteorologen könnte "Matthew" der stärkste Wirbelsturm seit September 2007 werden. Damals hatte "Felix" die Karibikküste Nicaraguas verwüstet, rund 150 Menschen kamen ums Leben, tausende wurden obdachlos.