19. Juli 2022 | 14:52 Uhr

Britischer Hitzerekord

Hitze-Alarm: London ruft Notstand aus

Die Höchsttemperaturen verschieben sich nach Nordeuropa - London rief Notstand aus - "Code Oranje" in den Niederlanden.

In Großbritannien haben die Temperaturen erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen die Marke von 40 Grad überstiegen. Am Londoner Flughafen Heathrow wurden in der Mittagszeit 40,2 Grad Celsius gemessen, wie der Wetterdienst Met Office nach vorläufigen Daten am Dienstag bekannt gab. Erst kurz davor war mit 39,1 Grad in Charlwood in der englischen Grafschaft Surrey ein britischer Hitzerekord aufgestellt worden - dieser währte jedoch kaum länger als eine Stunde.

Vetrockneter Rasen in London © Rose

Es ist nicht ausgeschlossen, dass auch der Heathrow-Rekord am Dienstag noch gebrochen werden könnte. In Teilen Englands wurden bis zu 42 Grad erwartet. Auch die Nacht auf Dienstag hatte sich bereits als bisher wärmste herausgestellt. In weiten Teilen des Landes kam es zu Beginn der Woche zu Störungen des öffentlichen Lebens: Schulen blieben geschlossen, teilweise machten auch Geschäfte oder Restaurants zu. Der Bahnverkehr kam nur mit großen Verspätungen voran oder fiel sogar ganz aus, weil die Infrastruktur nicht auf so hohe Temperaturen ausgelegt ist.

 

 

 

Hitzeglocke verschiebt sich nach Norden

Nach Angaben von Meteorologen verschiebt sich die Hitzeglocke über Europa weiter nach Norden. Damit könnte sich die Lage in Südeuropa etwas entspannen. Die glühende Hitze hatte verheerende Waldbrände vor allem in Frankreich, Portugal und Spanien ausgelöst. Hunderte Menschen starben an den Folgen der Hitze und Tausende mussten angesichts der Feuersbrünste ihre Häuser verlassen.

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"Das ist nicht die neue Normalität"

"Das ist nicht 'die neue Normalität'", schrieb die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg mit Blick auf die Rekordtemperaturen auf Twitter. "Die Klimakrise wird weiter eskalieren und schlimmer werden, solange wir unseren Kopf in den Sand stecken und Profit und Gier über Menschen und den Planeten stellen. Wir schlafwandeln noch immer dem Abgrund entgegen."

Der Deutsche Wetterdienst warnte am Dienstag vor starken Wärmebelastungen. Punktuell wird im Westen am Nachmittag mit Temperaturen um die 40 Grad gerechnet. Die Behörde schätzte die Waldbrandgefahr aufgrund hoher Trockenheit als sehr hoch ein.

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Schwacher Störungseinfluss von SW. 6/13°

Eine Störungszone sorgt am Sonntag von Vorarlberg über das Salzburger Land bis ins westliche Niederösterreich für viele und meist dichte Wolken. Vor allem in der ersten Tageshälfte fällt regional noch Regen. Oberhalb von 500 bis 900m Seehöhe fällt Schnee, südlich des Alpenhauptkammes liegt die Schneefallgrenze um 1200m Seehöhe. Etwas sonniger verläuft der Tag im Osten und Südosten des Landes. Hier sind die Auflockerungen zwischen den Wolken häufiger. Im Osten bleibt es meist trocken, im Süden bilden sich am Nachmittag örtliche Regenschauer. Der Wind weht schwach bis mäßig aus unterschiedlichen Richtungen. Die Frühtemperaturen liegen zwischen minus 1 und plus 5 Grad, die Tageshöchsttemperaturen zwischen 7 und 16 Grad, mit den höchsten Werten im Osten und Südosten.
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