24. Juli 2018 | 21:56 Uhr

Grazer Konstantinos Tzivanopoulos Rafina © APA/Uni Graz (Fotomontage)

Betroffener berichtet von Inferno

Grazer mitten im Feuer: 'Eine immense Hitze'

Der griechischstämmige Grazer Konstantinos Tzivanopoulos erlebte die Katastrophe hautnah.

"Am Montag zu Mittag war noch alles okay. Am Nachmittag haben wir plötzlich gesehen, dass Rauchschwaden aufs Meer ziehen. Wir haben gehört, dass Flugzeuge fliegen. Ich half dann hier in Rafina mit, Glutnester zu entfernen.

Das Schlimme war, dass am Montag ein wahnsinniger Wind gegangen ist, der die Feuer in alle Richtungen verteilt hat, und es hatte eine immense Hitze. Wir sind dann zurück zum Haus gegangen und haben gesehen, dass etwa 150 Meter weiter schon alles gebrannt hat. Ein Grundstück hinter unserem Haus stand komplett in Flammen, auch das dortige Haus. Ich habe dann begonnen, Haus und Garten meiner Familie zu wässern, damit alles gut durchnässt ist. Dann werden die ersten Funken schon im Keim erstickt. Alle hier haben zusammengeholfen. Die Nachbarschaftshilfe in Griechenland ist ein Wahnsinn!

Danach sind wir zu einem Haus von Verwandten gefahren und haben dort ebenfalls alles gewässert. Das benachbarte Haus war komplett abgebrannt. In Rafina ist ein Supermarkt ausgebrannt und eine Tankstelle explodiert. Am Abend gab es einen Stromausfall. Fischer sind mit ihren Booten aufs Meer, haben dort Leute gerettet, die vor den Flammen geflüchtet sind. Immer wieder haben wir gefürchtet, dass es uns jetzt erwischen wird", so der griechischstämmige Grazer Konstantinos Tzivanopoulo.

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