13. November 2018 | 09:59 Uhr

Gottschalk Kalifornien © APA/MIKE NELSON

Das ließen die Flammen über

Gottschalk: Sein Anwesen ist nur noch Schutt & Asche

Nachher-Bilder zeigen das Anwesen des Entertainers bis auf die Grundmauern abgebrannt. Nur die Garage steht noch.

Thomas Gottschalk (68) hat sich schockiert geäußert, nachdem seine Villa in Malibu von einer Feuerwalze zerstört worden ist. "Ich kann dazu gar nichts sagen, weil mir die Worte fehlen", sagte Gottschalk der "Bild"-Zeitung vom Montag.

"Ich hatte das Gedicht 'Der Panther' in der Handschrift von Rainer Maria Rilke an der Wand hängen. Das ist ebenso in Flammen aufgegangen wie das Treppenhaus, durch das meine Kinder immer getobt sind." Der 68-Jährige hatte am Sonntag bestätigt, dass sein Anwesen in Flammen aufgegangen ist. Er habe in Deutschland gerade eine Benefiz-Gala für Kinder moderiert, als er es erfahren habe, sagte Gottschalk.

Gottschalk Kalifornien © APA/MIKE NELSON

Schutt & Asche

Nun gibt es die ersten Bilder des Ausmaßes der Katastrophe und die sind erschütternd. Von dem 10-Millionen-Dollar-Anwesen ist kaum noch etwas übrig. Alles ist Schutt und Asche und gleicht einem Schlachtfeld. Fotos, Preise, Kunstwerke der Familie Gottschalk sind weg. Vermutlich ein Funkenflug führte dazu, dass die Umgebung des Grundstückes wenig betroffen war und nur das Anwesen bis auf die Grundmauern ausbrannte.

Eines blieb dem Entertainer dann aber doch noch. Die Garage steht weiter entfernt vom Haupthaus. Sie wurde vom Feuer verschont und somit auch der Oldtimer Rolls Royce. Im Vergleich zu den ganzen Erinnerungen, die mit dem Feuer untergegangen sind, wahrscheinlich ein schwacher Trost.

Gottschalk Kalifornien © APA/MIKE NELSON

Gottschalk Kalifornien © APA/MIKE NELSON

Galgenhumor bei Gottschalk

Den 42. Hochzeitstag hatte sich das Ehepaar Gottschalk anders vorgestellt. Der Entertainer nimmt das mit Galgenhumor. Der "Bild"-Zeitung sagte er: "Dass mein Herz für Thea brennt, weiß jeder. Aber dass zum Hochzeitstag auch noch unser Haus brennt, muss nicht sein." Gottschalk ist seit 1990 im US-Bundesstaat Kalifornien ansässig, wo derzeit schwere Waldbrände toben.

Allerdings gibt er sich selbst in dieser Situation bescheiden. "Ich möchte nicht auf die Mitleidstour gehen und mein Elend klagen. Es gibt größeres Leid auf der Welt", so Gottschalk. Die Zahl der Toten bei den Waldbränden in Kalifornien ist auf mindestens 44 gestiegen. Allein in der Gegend um die nordkalifornische Ortschaft Paradise seien mittlerweile zahlreiche Opfer geborgen worden, teilte die Feuerwehr von Butte County am Samstagabend (Ortszeit) mit. In den ausgebrannten Häuserruinen werden noch mehr Opfer befürchtet.

Wegen starken Windes und geringer Luftfeuchtigkeit würden die Brände und die Ausbreitungsgeschwindigkeit weiter extrem bleiben. Darüber hinaus wurden im von Flammen heimgesuchten Küstenort Malibu zwei weitere Menschen tot aufgefunden, wie Polizeichef John Benedict vom Bezirk Los Angeles mitteilte.

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Waldbrände Kalifornien November 2018 © APA/AFP