22. August 2022 | 15:03 Uhr

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Teile des Landes abgeschnitten

Flutkatastrophe stellt Pakistan vor Probleme

Eine Flutkatastrophe in Pakistan stellt das Land vor enorme Probleme. Schulen müssen geschlossen werden, Teile des Landes sind abgeschnitten.

In Pakistan müssen aufgrund von Rekordfluten Schülerinnen und Schüler nun zu Hause bleiben. Behörden ordneten am Montag die Schließungen aller Schulen in der südwestlichen Provinz Belutschistan für eine Woche an. "Wir erwarten in den kommenden Tagen noch mehr Regen und Überschwemmungen", begründete ein Sprecher der Provinzbehörde die Maßnahme.

Belutschistan ist derzeit vom Rest des Landes abgeschnitten, weil Wassermassen Gleise und Straßen überschwemmt haben sowie Brücken zerstört haben. Auch in der angrenzenden Provinz Sindh ist der Zugverkehr lahmgelegt. Das Militär hilft derweil dabei, Menschen mit Booten und Hubschraubern aus ihren überfluteten Dörfern zu evakuieren.

Seit Mitte Juni ist Pakistan von ungewöhnlich starken Regenfällen betroffen. Rund 800 Menschen sind durch die Wassermassen bereits ums Leben gekommen, über 300.000 Menschen mussten laut der Nationalen Katastrophenbehörde außerdem notdürftig untergebracht werden. Weil Naturkatastrophen wie Dürren, Hitzewellen oder Fluten in Pakistan auf dem Vormarsch sind, warnte die pakistanische Klimaschutzministerin Sherry Rehman bereits vor einer "existenziellen Krise" ihres Landes.