19. Mai 2014 | 08:25 Uhr

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Serbien

Das schaffen wir alleine nicht

25.000 Menschen wurden evakuiert: Die Verzweiflung ist groß.

"Das können wir alleine nicht schaffen." Die ganze Verzweiflung eines Landes, das nie zuvor eine Hochwasserkatastrophe dieses Ausmaßes erlebt hat, spricht aus den Worten des serbischen Botschafters in Österreich, Pero Jankovic. Im APA-Gespräch lehnte der Diplomat zugleich Sanktionen gegen Russland im Ukraine-Konflikt ab: "Wir hatten das jahrelang."

"Unsere Städte sind zu Flüssen geworden", sagte der Diplomat am Rande des Europa-Forums Wachau. Die Dimension der Schäden könne man nicht ermessen, wenn man Fernsehbilder sehe, schilderte Jankovic der APA die Lage. Die Wasserfluten hätten oft das dritte Stockwerk von Gebäuden erreicht, Menschen konnten ihre Wohnungen nicht verlassen. Die Save sei acht Meter hoch angestiegen. Die Milliardenschäden an Gebäuden und in der Infrastruktur seien noch nicht zu beziffern. 25.000 Menschen wurden bis Sonntag evakuiert, 100.000 waren ohne Strom. Die Folgen der Jahrhundertflut würden erst später zum Tragen kommen.

   Jankovic erläuterte, seine Regierung habe ein Ersuchen an die EU-Kommission gerichtet. Er dankte Österreich für die bereits geleistete Hilfe an Ausrüstung und Geldmitteln. Der Botschafter hatte in Wien den inzwischen abgesagten Besuch von Ministerpräsident Aleksander Vucic vorbereitet; am Sonntag beriet der Premier mit Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) telefonisch über die Lage. Erleichtert zeigte sich Jankovic über die Entscheidung der EU, den Zivilschutzmechanismus zu aktivieren und Serbien als EU-Beitrittskandidat den Zugriff auf den Katastrophen-Solidaritätsfonds zu gewähren.

Vucics Visite fiel nun den Wassermassen zum Opfer, die Serbien quasi über Nacht heimsuchten. Jankovic unterstrich, dass der Premier die Ziele der ersten Auslandsreisen in seiner Funktion ganz bewusst ausgewählt habe. So besuchte er zuallererst Bosnien-Herzegowina. "Trotz des speziellen Verhältnisses Belgrads" zur Republika Srpska in Bosnien sei Vucic "als Zeichen der Unterstützung" zuerst nach Sarajevo gereist, gerade im Jahr des Gedenkens an den Ausbruch des 1. Weltkrieges.

Österreich wäre das erste EU-Land gewesen, das Vucic nun besuchen wollte. Der Botschafter nannte hierfür mehrere Gründe: Österreichs positive Einstellung zur EU-Erweiterung, die "sehr guten Wirtschaftsbeziehungen" mit Investitionen von über drei Mrd. Euro seit 2000, sowie die an der Bevölkerung gemessen größte serbische Gemeinschaft im Ausland (bis zu 300.000 Menschen). Die Serben in Österreich "bilden eine starke Brücke", unterstrich der Botschafter. "Die meisten sind sehr gut integriert."
 

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Sehr heiß, Gewitter im W. 18/37°

Bis zum Freitagabend scheint in den meisten Landesteilen verbreitet die Sonne und es bleibt außerdem teilweise sehr heiß, vor allem aber im Osten Österreichs. Über den Alpengipfeln im Westen und Südwesten werden die Quellwolken während der Nachmittagsstunden aber immer mächtiger und mit diesen steigt schließlich von Vorarlberg bis Salzburg, in Osttirol und auch in der westlichen Steiermark die Gefahr von kräftigen Regenschauern und Gewittern. Der Wind weht generell nur schwach, im östlichen Flachland auch mäßig aus Ost bis Süd. Mit den Gewittern kann der Wind aber auch teils kräftig auffrischen. Die Nachmittagstemperaturen 29 bis 39 Grad, punktuell auch noch heißer. Heute Nacht: In der Nacht auf Samstag klingen Gewitterreste vom Nachmittag bald ab und dann zeigt sich der Himmel meist gering bewölkt oder sogar sternenklar. Nach Mitternacht ziehen aber vor allem im Westen und Norden Österreichs auch wieder ein paar Wolken durch. Dabei können vereinzelt auch Schauer nicht völlig ausgeschlossen werden. Der Wind weht generell schwach aus Süd bis West. Die Tiefsttemperaturen umspannen 16 bis 24 Grad.
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