30. Oktober 2024 | 07:20 Uhr

Spanien © AFP

Mega-Unwetter

Flut-Katastrophe in Spanien: Mehrere Tote

Die Urlaubsregionen Andalusien, Murcia und Valencia sind besonders betroffen

Bei schweren Überschwemmungen in der spanischen Region Valencia sind nach offiziellen Angaben mehrere Menschen ums Leben gekommen. Der Regierungschef der Region, Carlos Mazon, bestätigte am frühen Mittwoch den Fund von Leichen in den betroffenen Gebieten. "Es wurden Tote gefunden, aber aus Respekt vor den Angehörigen werden wir keine weiteren Angaben machen", sagte er. Laut einem Bericht der Zeitung "El País" werden zudem in der Provinz Albacete sechs Menschen vermisst.

Urlaubsregionen betroffen

Betroffen waren insbesondere die bei Urlaubern beliebten und ans Mittelmeer grenzenden Regionen Andalusien, Murcia und Valencia. Heftige Regenfälle, ausgelöst durch eine Kaltfront, hatten am Dienstag in der südöstlichen Region zu Überschwemmungen von Straßen und Ortschaften geführt. Der spanische Wetterdienst hatte für das Gebiet die höchste Alarmstufe ausgerufen. In einigen Orten wie Turis und Utiel wurden Niederschlagsmengen von bis zu 200 Millimetern gemessen.

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Der Wetterdienst Aemet berichtete auch von Hagel und starken Windböen. Flüsse traten über die Ufer, vielerorts wurden Straßen, Häuser und Felder überschwemmt, Autos und Bäume von den Wassermassen mitgerissen. Straßen verwandelten sich in reißende Flüsse, im Süden und im Osten Spaniens mussten zahlreiche Autobahnen und Landstraßen gesperrt werden. Auch der Flug- und der Bahnverkehr wurde beeinträchtigt. An vielen Schulen und Universitäten fiel der Unterricht aus.

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Wegen eines Steinrutsches geriet ein AVE-Hochgeschwindigkeitszug auf dem Weg von Málaga nach Madrid kurz nach Beginn der Fahrt mit 291 Passagieren an Bord nahe der Gemeinde Álora aus den Gleisen. Dabei habe es aber keine Verletzten gegeben, teilte die spanische Bahngesellschaft Renfe mit.

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Radio- und Fernsehsender erhielten Hunderte von Hilferufen von Bürgern, die in überschwemmten Gebieten eingeschlossen waren oder nach Angehörigen suchten. "Wenn (die Rettungsdienste) nicht eingetroffen sind, liegt das nicht an fehlenden Mitteln oder mangelnder Bereitschaft, sondern an einem Zugangsproblem", erklärte Mazon. Es sei derzeit "absolut unmöglich", bestimmte Gebiete zu erreichen. Die lokalen Rettungsdienste haben die UME, eine auf Rettungseinsätze spezialisierte Militäreinheit, um Unterstützung gebeten.

Über Mallorca und den anderen Balearen-Inseln war das Unwetter mit Starkregen bereits am Montag gezogen. Inzwischen hat sich die Situation dort wieder beruhigt, obwohl für einige Gebiete - darunter auch auf Mallorca - noch die Unwetterwarnung Gelb galt. Erst am Donnerstag soll sich laut Aemet die Lage in ganz Spanien wieder komplett entspannen.

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