06. August 2024 | 08:50 Uhr

Debby Florida © Getty

Schwere Unwetter

Florida: 4 Tote durch Monster-Sturm Debby

Sturm "Debby" ist im US-Bundesstaat Florida als Hurrikan der Kategorie 1 von 5 auf Land getroffen und wurde wenig später zu einem Tropensturm zurückgestuft 

Laut Medienberichten kostete das Unwetter mindetens vier Menschenleben. Nach Angaben der Website PowerOutage sind Hunderttausende Haushalte in Florida ohne Strom. Etliche Flüge in der Region wurden gestrichen.

Debby Florida © Getty

Unter den Todesopfern waren eine 38-jährige Frau und ein 12-jähriger Bursch, die in einem Pkw im Landkreis Dixie im Nordwesten Floridas verunglückten. Der Wagen war bereits am Sonntagabend (Ortszeit) inmitten der Vorboten von "Debby" bei heftigem Wind und nasser Straße mit einer Leitplanke kollidiert und hatte sich überschlagen.

Debby Florida © Getty

"Debby" sorgt seit den frühen Morgenstunden (Ortszeit) im Süden der USA für starke Winde und heftigen Regen. Nach Angaben des US-Wetterdienstes wird der Sturm im Laufe des Tages in Richtung der Bundesstaaten Georgia und South Carolina weiterziehen. Für die gesamte Region wurden Unwetterwarnungen ausgerufen. Es herrscht vor allem Sorge wegen möglicherweise schwerer Überflutungen.

Debby Florida © Getty

Hunderttausende Haushalte ohne Strom 

In mehr als 300.000 Haushalten führte "Debby" laut der Website poweroutage.us zu Stromausfällen. Die Behörden hatten bereits am Wochenende für Teile des Landkreises Citrus County im Nordwesten Floridas Zwangsevakuierungen angeordnet. In anderen Gebieten des Bundesstaates wurden die Einwohner zu freiwilligen Evakuierungen aufgefordert.

Debby Florida © Getty

Präsident Joe Biden erließ am Sonntag vorsorglich eine Notstandserklärung für Florida, womit Hilfen der Bundesbehörden für den Bundesstaat beschleunigt werden können.

Debby zieht weiter

Das Hurrikanzentrum sagte voraus, dass "Debby" von Florida aus in nordöstlicher Richtung in die US-Bundesstaaten Georgia und South Carolina weiterziehen werde. NHC-Direktor Michael Brennan warnte vor "anhaltendem extremen Regenfall mit dem Potenzial katastrophaler Überschwemmungen" an der Küste von Georgia und South Carolina und möglicherweise auch North Carolina. In Georgia und South Carolina riefen die Gouverneure vorbeugend den Notstand aus.

"Debby" richtete aber nicht nur Schaden an - sondern half auch den Drogenfahndern. Auf der Inselkette Florida Keys an der Südspitze des Bundesstaats wurden durch die aufgepeitschten Wellen 25 Pakete Kokain angeschwemmt, wie der leitende Grenzschutzbeamte Samuel Briggs im Onlinedienst X mitteilte.

Die dicht versiegelten Packungen wurden demnach von einem Finder an einem Strand entdeckt, der daraufhin die Behörden kontaktierte. Das Kokain habe ein Gesamtgewicht von 31,7 Kilogramm und einen Wert von mehr als einer Million Dollar (910.000 Euro).

Tropische Wirbelstürme entstehen über warmem Ozeanwasser. Die zunehmende Erderwärmung erhöht die Wahrscheinlichkeit starker Stürme. Von einem Hurrikan spricht man ab einer Windgeschwindigkeit von 119 Kilometern pro Stunde.

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Schnee und teils gefr. Regen, -10/+1°

Wolken einer Warmfront breiten sich nach und nach von Westen entlang der Alpennordseite auf den Norden und Osten Österreichs aus. Von Vorarlberg bis Oberösterreich regnet und schneit es bereits häufig. Auf den noch kalten Verkehrswegen besteht erhöhte Glatteisgefahr. Bis zum Abend breitet sich der Niederschlag zunächst in Form von Schnee langsam in Richtung östliches Flachland aus. Mit einer steigenden Schneefallgrenze von Westen steigt schließlich auch hier die Glatteisgefahr. Südlich des Alpenhauptkammes geht es hingegen weitgehend trocken mit dem Wetter bis zum Abend weiter. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südost bis West bei Nachmittagstemperaturen zwischen minus 5 und plus 4 Grad, mit den höchsten Temperaturen im Westen. Heute Nacht: Eine Warmfront zieht in der Nacht auf Dienstag mit dichten Wolken und Niederschlag in Richtung Osten über Österreich. Von Westen geht der Niederschlag in tiefen Lagen allmählich in gefrierenden Regen über. Auf den kalten Fahrbahnen steigt die Glatteisgefahr deutlich. Bis zum Morgen lässt schließlich von Vorarlberg bis Oberösterreich der Niederschlag nach, die Wolken bleiben zunächst aber noch oft dicht. Aufgelockert bewölkt und trocken geht es hingegen südlich des Alpenhauptkammes durch die Nacht. Der Wind weht nur schwach. Die Temperaturen steigen bis zum Morgen auf minus 6 bis plus 5 Grad, am wärmsten ist es in höheren Lagen.
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