25. April 2014 | 11:12 Uhr

faehre.jpg © AFP

Fährunglück Südkorea

Schlechtes Wetter behindert Opfer-Suche

121 Menschen werden noch vermisst. Die Bergungsarbeiten werden durch schlechtes Wetter behindert.

Mehr als eine Woche nach dem Fährunglück in Südkorea ist die Zahl der geborgenen Todesopfer auf 181 gestiegen. 121 Menschen galten am Freitag nach Behördenangaben aber noch als vermisst. Die Küstenwache geht davon aus, dass schlechtes Wetter die Bergungsarbeiten weiter erschweren dürfte. Ab Samstag werde mit "deutlich schlechterem" Wetter und stärkeren Strömungen gerechnet, sagte ein Sprecher.

30 Leichen pro Tag:
Die Fähre "Sewol" war am Mittwoch vergangener Woche auf dem Weg zur Insel Jeju mit 476 Menschen an Bord gekentert und später gesunken. 174 Insassen wurden gerettet, darunter der Kapitän und zwei Drittel seiner Besatzung. Die Bergung der Todesopfer in dem trüben Wasser ist äußerst mühsam. Obwohl das Wetter zuletzt gut war, ziehen die Taucher pro Tag gerade einmal rund 30 Leichen aus dem Wrack.

Wut bei den Angehörigen:
Der Ärger unter den Angehörigen der weiterhin vermissten Opfer bricht sich inzwischen immer stärker Bahn. Am Donnerstagabend drangen verzweifelte Eltern in das Büro des Vizechefs der Küstenwache, Choi Sang Hwan, auf der Insel Jindo ein und zerrten ihn zum Hafen. Dort saß er zusammen mit dem Chef der Küstenwache und dem Minister für Meeresangelegenheiten stundenlang auf dem Boden.

Bergungsarbeiten dauerten zu lange:

Die Polizei schritt nicht ein und auch die drei Männer versuchten nicht zu entkommen. Die Angehörigen warfen ihnen lautstark vor, sie hinsichtlich der Rettungs- und Bergungsbemühungen von Anfang an belogen zu haben. Viele Eltern glauben, dass ihre Kinder möglicherweise zunächst in Lufteinschlüssen überlebt haben und noch am Leben sein könnten, hätten die Bergungsarbeiten nicht so lange gedauert. Bis die Taucher zu den ersten Leichen vordrangen, vergingen vier Tage.
 

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Im W mehr Wolken und etwas Regen, im O mehr Sonne. 5/17°

Eine nur langsam ziehende Störungszone bringt im Westen und Südwesten dichte Wolken sowie nachmittags auch etwas Regen. In Vorarlberg sinkt die Schneefallgrenze bis zum Abend auf rund 500 bis 800m Seehöhe ab, sonst liegt sie meist noch zwischen 1200 und 1500m Seehöhe. Überall sonst überwiegt noch der Sonnenschein, auch wenn einige hohe Wolkenfelder durchziehen und am Nachmittag Quellwolken entstehen. Der Wind bläst in Föhnstrichen entlang des Alpenhauptkammes sowie auch im Osten lebhaft bis kräftig aus Süd, sonst meist nur schwach bis mäßig. Tageshöchsttemperaturen im Westen und Südwesten 8 bis 13 Grad, sonst 14 bis knapp 20 Grad, mit den höchsten Werten ganz im Osten.
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