02. April 2014 | 07:45 Uhr

Erdbeben Chile © EPA
Erdbeben Chile © EPA

Stärke 8,2

Schweres Erdbeben in Chile fordert 5 Tote

Tsunamiwarnung: In Chile und Peru wurden Evakuierungen veranlasst.

Durch das Erdbeben vor der nördlichen Pazifikküste Chiles vom Dienstagabend sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Vier Männer und eine Frau seien gestorben, teilte Innenminister Rodrigo Peñalillo mit. Wegen des Erdstoßes der Stärke 8,2 gibt es in dem Land eine Tsunamiwarnung.

Es tut uns leid. Dieses Video ist nicht mehr verfügbar.



Tsunami-Warnung
Wegen einer Tsunami-Warnung wurde die Bevölkerung an der nordchilenischen Küste aufgefordert, sich in höher gelegenen Gebiete in Sicherheit zu bringen. Das Epizentrum habe sich zwischen Arica und Iquique in 38,9 Kilometer Tiefe gelegen, teilte die chilenische Erdbebenwarte CSN mit.

Diashow: Tsunamiwarnung nach Erdbeben

a_wartenevaku.jpg
Warten auf die Evakuierung
a_schock.jpg
Schock bei den Betroffenen.
apa_presiden.jpg
Chiles Präsidentin Michelle Bachelet auf einer Pressekonfernz in Santiago.
milit.jpg
Auch das Militär ist im Einsatz.
bootesicherheit.jpg
Boote wurden in Sicherheit gebracht.
epizentrum.jpg
Das Epizentrum des Bebens.
r_evakuierung.jpg
Die Evakuierung läuft.
a_wartentsunami.jpg
Warten auf den Tsunami
feuerwehrmann.jpg
Ein Feuerwehrmann versucht zu helfen.
evakuierung.jpg
Evakuierung in höher gelegene Gebiete.
tsunami.jpg
Über zwei Meter hohe Wellen trafen Chile bereits.
menschenmenge.jpg
Menschenmengen versammeln sich.
r_alteredame.jpg
Eine ältere Dame wird evakuiert.
feuer.jpg
Feuer brach nach dem Erdbeben aus.
r_hohereregionen.jpg
Fliehen mit Hab und Gut.


In Iquique brachen zwei Brände aus, wie der Rundfunksender Bio Bio berichtete. Die Landstraße von Iquique nach Colchane, an der bolivianischen Grenze, sei beschädigt worden. Und in Arica sei Geröll von dem 130 Meter hohen Küstenhügel Morro de Arica gerutscht. In der Stadt kam es auch zu Stromunterbrechungen. In Iquique seien rund 300 Frauen aus dem lokalen Gefängnis geflüchtet, berichtete Emol nach Angaben des Innenministers Rodrigo Peñalillo.

Erdbeben Chile © EPA
(c) EPA; Das Epizentrum des Bebens liegt cirka 100km von der Stadt Iquique entfernt.

Evakuierung des Küstestreifens
Die Evakuierung der Küstenstreifen in nordchilenischen Städten wie Arica und Antofagasta sei in der ersten Stunde nach dem Beben problemlos gewesen, berichtete der Rundfunksender Cooperativa nach Angaben lokaler Behörden. Auch im Süden Perus fanden Evakuierungen statt. Die Tsunami-Welle werde eine Höhe von mindestens zwei Meter erreichen, erklärte dem Sender ein Sprecher des Pazifik-Warnzentrums in Hawaii.

Die Flughäfen von Arica und Iquique wurden geschlossen. Flüge, die von Santiago in die Städte im Norden bereits gestartet waren, kehrten zur chilenischen Hauptstadt zurück. In Antofagasta und Arica wurde der Schulunterricht für Mittwoch abgesagt. In Iquique gab es einige Plünderungsversuche, erklärte der Gouverneur Gonzalo Prieto.

Vier Nachbeben
Die Staatschefin Michelle Bachelet verfolgte die Situation vom Regierungsgebäude in Santiago de Chile aus. In der ersten Stunde nach dem Erdbeben wurden vier Nachbeben von einer Stärke ab 5,0 verzeichnet. Das Hauptbeben war bis in der fast 500 Kilometer entfernten bolivianischen Hauptstadt La Paz zu spüren, wie der lokale Fernsehsender Unitel nach Angaben der Erdbebenwarte Boliviens berichtete.

Am 27. Februar 2010 waren bei einem Erdbeben der Stärke 8,8 in Südchile mehr als 500 Menschen umgekommen. In Nordchile waren dagegen seit dem 19. Jahrhundert keine Erdbeben dieser Stärke verzeichnet worden. In den vergangenen Wochen hatte rund 400 schwächere Beben das Gebiet erschüttert. Chile befindet sich an der Kontaktgrenze der tektonischen Nazca-Platte mit der südamerikanischen Platte.

 

Österreich Wetter

  • Jetzt
  • 16
  • 17
  • 18
  • 19
  • 20
  • 21
  • 22
  • 23
  • 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14

Sonniger und wärmer.8°/26°

Ganz im Westen und Südwesten überwiegt bereits der sonnige und durchwegs trockene Wettercharakter. Im übrigen Österreich wechseln bis in den Nachmittag hinein Wolken und Sonnenschein einander ab. Besonders im Norden, Osten sowie entlang der Alpennordseite von den Kitzbüheler Alpen ostwärts sind ein paar Regenschauer zu erwarten, flächendeckenden oder gar ergiebigen Niederschlag bringen diese jedoch nicht. Zum Abend hin klingen die letzten Schauerzellen ab, zumindest abseits der Berge zeigt sich öfters auch die Sonne. Der Wind bläst schwach bis mäßig, in der Ostregion abschnittsweise noch recht lebhaft, aus West bis Nord. Tageshöchsttemperaturen 17 bis 25 Grad. Heute Nacht: Am Abend klingen auch die letzten Regenschauer entlang der Alpennordseite östlich von Salzburg ab. Die Nacht verläuft somit überwiegend trocken und in den meisten Regionen heiter bis wolkig. Der Wind weht schwach bis mäßig, vorzugsweise aus West bis Nord. Temperaturrückgang auf 14 bis 4 Grad.
mehr Österreich-Wetter