16. April 2014 | 14:27 Uhr

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Chile

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Fast 3000 Wohnungen wurden bei dem Großbrand zerstört.

Das Feuer in Valparaiso könnte im Laufe des Mittwochs endgültig eingedämmt werden. "Wir erwarten, morgen (Mittwoch) den Brand vollkommen unter Kontrolle zu bringen", sagte der chilenische Innenminister Rodrigo Penailillo am Dienstagabend (Ortszeit), wie die Zeitung "La Tercera" in ihrer Online-Ausgabe berichtete. Die Ursache des Brandes war weiter unklar.

Diashow: Großbrand fordert 12 Tote

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Ein Feuerwehrmann im Einsatz.
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Die Schäden sind gewaltig.
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Eine obdachlose Familie mit Kind.
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Eine Feuerwalze wütete in der Stadt.
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Betroffene bringen ihr Hab und Gut in Sicherheit.
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Tausende sind auf der Flucht vor dem Feuer.
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Die Zerstörung zeigt sich bei Tageslicht.
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Die Feuerwehren standen im Dauereinsatz.
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Tausende Häuser mussten evakuiert werden.
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Das Heer half mit Soldaten aus.


Nach der letzten Zählung seien mehr als 2.900 Wohnungen zerstört worden, 12.500 Menschen seien obdachlos, teilte Penailillo mit. Bei dem am Samstag ausgebrochenen Inferno in Chiles bedeutendster Hafenstadt sind mindestens 15 Menschen umgekommen. Das zum Weltkulturerbe zählende Zentrum der Stadt blieb von der Katastrophe verschont.

Die chilenische Bestseller-Autorin Isabel Allende (71) hat sich bestürzt gezeigt. "Valparaiso ist so malerisch und all das ist verbrannt. Das ist eine ganz schlimme Sache", sagte Allende, die mit dem Roman "Das Geisterhaus" weltbekannt worden war und inzwischen in den USA lebt, am Dienstag (Ortszeit) in New York. Chile habe in diesem Jahr überhaupt schon so viel mitmachen müssen - erst zwei Erdbeben, jetzt das Feuer. "Mir tut das alles so leid, was gerade in Chile passiert, es wirkt wie schlechtes Karma. Aber wir sind ein Land der Katastrophen, alle Arten von Katastrophen - geologisch, politisch, alles. Wir sind das gewöhnt. Wenn es zu gut läuft, machen wir uns Sorgen."