21. Juli 2022 | 13:18 Uhr

Feuerwehr im Dauereinsatz

Brände in Friaul nicht unter Kontrolle

Weiter herrschen schwere Brände in Friaul und in der Toskana. Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz.

 

Schwere Brände, die seit Montag in der norditalienischen Region Friaul-Julisch Venetien an der Grenze zu Slowenien wüten, sind noch nicht unter Kontrolle. Feuerwehreinheiten aus Udine, Triest und Görz (Gorizia) waren am Donnerstag weiterhin im Kampf gegen die Flammen im Karstgebiet im Einsatz. Sie wurden von Löschflugzeugen und Hubschraubern unterstützt. Auch die Toskana ist von schweren Bränden betroffen, mehr als 1.000 Personen wurden evakuiert.

 

 

 

Wegen des Feuers und der Gefahr von Stromausfällen wurde die Stadt Triest von einem slowenischen Strombetreiber beliefert. Die Behörden überprüften die Luftqualität in der Region, die seit Tagen mit schweren Bränden zu kämpfen hat. Wegen des starken Rauchs, der sich nach einem Brand in der Nähe der Hafenstadt Monfalcone entwickelt hatte, blieb ein Produktionswerk der Reederei Fincantieri am Donnerstag den zweiten Tag infolge geschlossen. 3.000 Mitarbeiter des Schiffbauers gingen nicht in die Arbeit. Die Region Friaul-Julisch Venetien hatte am Dienstag wegen der Brände den Ausnahmezustand ausgerufen.

Brände toben an slowenischer Grenze

Die Feuer betrafen auch Grenzgebiete in Slowenien. Die Flammen erreichten die slowenische Küste, Rauch beeinträchtigte die Aktivitäten im Hafen von Koper, berichteten italienische Medien. Brände tobten auch in der Provinz Udine.

Die Autobahn A4 zwischen Villesse und Lisert in Richtung Triest wurde am Donnerstag wieder geöffnet. Geschlossen bleibt dagegen die Autobahnstrecke zwischen Sistiana und Redipuglia in Richtung Venedig. Teile regionaler Bahnlinien waren weiterhin unterbrochen, es wurde ein Schienersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Hunderte Personen mussten evakuiert werden

Wegen eines Brandes in der Gemeinde Doberdo del lago in der Provinz Triest mussten 300 Personen evakuiert werden, da sich die Flammen, die bereits Hunderte Hektar Wald zerstört hatten, den Häusern näherten. Die Menschen verbrachten die Nacht bei Verwandten und Freunden. 30 Personen wurden in Hotels untergebracht, wie die Behörden mitteilten. Einige Gebäude und der örtliche Friedhof wurden von den Flammen beschädigt. Auch ein Flüchtlingslager in der Nähe musste geräumt werden.

 

 

 

Die Ursache für die heftigen Brände, die bereits am Montag im friaulischen Karstgebiet in den Provinzen von Görz und Triest tobten, war noch unbekannt. Ermittlungen waren im Gange. 350 Hektar Wald wurden in Italien und Slowenien zerstört. Brände wüteten auch in auch in der toskanischen Provinz Lucca. 1.000 Personen mussten ihre Häuser verlassen, 868 Hektar Wald wurden zerstört, berichteten die Behörden. Am Donnerstag waren in dem Gebiet mehr als 100 Feuerwehrleute im Einsatz, unterstützt von drei Löschhubschraubern und drei Canadair-Löschflugzeugen.

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Trüb, Regen und Schnee. -3/+5°

Ein Italientief sorgt im ganzen Land für dichte Wolken. Im Westen und Süden des Landes ziehen bereits in den Morgenstunden teils kräftige Niederschläge auf. Die Schneefallgrenze schwankt dabei teils stark und somit ist mit Regen, Schneeregen und Schneefall bis in tiefe Lagen zu rechnen. Vor allem in Norden schneit es zu Beginn leicht. Während der Mittagszeit kann der Schnee zeitweise in Schneeregen und Regen übergehen, bevor am Nachmittag die Schneefallgrenze von Norden her bis in tiefe Lagen absinkt. Vor allem im Nordosten intensiviert sich der Schneefall in der Nacht deutlich. Der Wind weht meist schwach bis mäßig, im Nordosten auch lebhaft aus Nordost bis Ost. Tageshöchsttemperaturen minus 1 bis plus 6 Grad. Heute Nacht: Zu Beginn der Nacht auf Freitag mischt sich in Ober- und Niederösterreich zunächst noch regional etwas Regen unter den Schneefall. Bereits in der ersten Nachthälfte sinkt die Schneefallgrenze bis in tiefste Lagen und somit schneit es hier verbreitet. Der Schneefall hält bis die Morgenstunden an. Auch in den übrigen Regionen ist mit Niederschlag zu rechnen. Im Südosten sinkt die Schneefallgrenze bis zum Morgen bis in die Niederungen, weiter im Westen sinkt sie auf etwa 500 bis 1000m Seehöhe ab. Der Wind weht meist schwach bis mäßig, im Nordosten auch lebhaft aus nördlichen Richtungen. Tiefsttemperaturen minus 7 bis plus 2 Grad.
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