31. Oktober 2016 | 08:08 Uhr

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Italien

Beben-Serie: Bis zu 100.000 Obdachlose

Massenflucht aus betroffenen Gemeinden - ganzen Dörfern droht das Aussterben.

Nach dem neuen schweren Erdbeben am Sonntagfrüh und einer Serie schwerer Nachbeben hat die Flucht der Bewohner aus den Ortschaften der betroffenen Gemeinden in den Regionen Marken und Umbrien begonnen. 200 Einwohner der vom Erdbeben am Mittwoch zerstörten Gemeinde Ussita verließen das Dorf.

Viele Dorfbewohner suchten Zuflucht bei Angehörigen und Freunden außerhalb des Erdbebenraums. Andere zogen in Hotels an der Adria-Küste, die vom Zivilschutz zur Verfügung gestellt wurde. "Hier bleiben nur wenige Menschen", sagte der Bürgermeister von Ussita, Marco Rinaldi.

Tausende Menschen verbrachten die Nacht in Autos oder in Notunterkünften. Die Gemeinden organisierten Zelte und Notunterkünfte.

Bis zu 100.000 Obdachlose

Auch der 5.000 Seelen-Gemeinschaft Norcia, Epizentrum des Erdbebens am Sonntag, droht das Aussterben. Der ganze Stadtkern wurde wegen Einsturzgefahr abgeriegelt. "Ganze Städte liegen in Trümmern", berichteten Zivilschutz-Sprecher. Gerechnet wird mit 100.000 Obdachlosen. Laut dem Zivilschutz wurden allein in den Marken 25.000 Obdachlose gezählt.

"In diesem schwierigen Moment müssen wir alle Zusammenhalt bewahren" sagte der italienische Präsident Sergio Mattarella, der den Betroffenen sein Beileid ausdrückte.

In der Nacht kam es zu schweren Nachbeben. Das stärkste Nachbeben mit einer Magnitude von 4,2 wurde um 2.27 Uhr registriert. Die Schulen bleiben am Montag in Rom geschlossen, weil die Schulgebäude Kontrollen unterzogen werden müssen. Der Ministerrat tagt am Montag, um Soforthilfe für das Erdbebengebiet locker zu machen. "Wir werden niemanden allein lassen und alles wieder aufbauen", versprach Premier Matteo Renzi.
 

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Freundlich, teils aber windig. -6/2°

Letzte Wolkenreste im Osten lösen sich bis über Mittag nun endgültig auf. Damit präsentiert sich das Wetter am ersten Tag des neuen Jahres meist sonnig. Wolkenschleier in höheren Schichten stören insgesamt nur wenig. Auch im Klagenfurter Becken bekommt der Hochnebel vorübergehend ein paar Risse. Der Wind kommt schwach, im Norden und Osten jedoch anfangs noch mäßig bis lebhaft, aus Südwest bis Nordwest. Im Laufe des Nachmittages wird der Wind aber auch dort allmählich schwächer. Die Nachmittagstemperaturen zwischen minus 2 und plus 6 Grad. Heute Nacht: Die Nacht auf Samstag verläuft zunächst oft gering bewölkt oder sogar sternenklar. Lediglich in windgeschützten Becken und Tälern, vor allem aber im Süden, liegen zähe Nebel oder Hochnebel. Bis zum Morgen ziehen schließlich von Westen entlang der Alpennordseite sowie von Oberösterreich ostwärts immer dichtere Wolken auf. Der Wind kommt aus Süd bis West und weht im Norden und Osten mäßig bis lebhaft bei Temperaturen zwischen minus 12 Grad in Osttirol sowie in inneralpinen Tälern und bis plus 1 Grad im Flachland des Ostens.
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