27. November 2017 | 06:13 Uhr

Mount Agung

Bali zittert vor Vulkanausbruch: 100.000 flüchten

Es gilt die höchste Warnstufe. Tausende Urlauber sitzen fest.

Nach mehreren Eruptionen des Vulkans Mount Agung auf der indonesischen Insel Bali haben die Behörden am frühen Montagmorgen die höchste Alarmstufe ausgerufen. Gleichzeitig wurde eine Sperrzone im Umkreis von zehn Kilometern eingerichtet. Schon kurz zuvor war der internationale Flughafen auf Bali geschlossen worden, einen Tag nach der Schließung des Airports auf der Nachbarinsel Lombok.
 
Bereits am Vortag war über dem Vulkan eine vier Kilometer hohe Rauchsäule in den Himmel gestiegen, die umliegenden Dörfer bekamen Asche und Rauch zu spüren. Im Krater trat Magma zutage, sagte der Sprecher der Zivilschutzbehörde, Sutopo Nugroho. "Explosive Eruptionen mit Flammen weisen darauf hin, dass ein Ausbruch bevorstehen könnte."
 
Schon am Sonntag gab es erste Ausfälle im Flugverkehr. Tausende Urlauber sitzen inzwischen auf der Insel fest.
 

Gefahr ist imminent

 
Die nationale Behörde für Katastrophenmanagement schrieb auf Facebook, der Asche-Ausstoß am Mount Agung sei gelegentlich begleitet von "explosiven Eruptionen" und einem "schwachen Dröhngeräusch". Nachts würden zunehmend Feuerstrahlen beobachtet. "Das deutet darauf hin, dass die Gefahr eines größeren Ausbruchs imminent ist."
 
Der Vulkan stößt seit einigen Tagen eine Rauch- und Aschewolke aus. Nachdem sie am Sonntag eine Höhe von mehr als 4.000 Metern erreicht hatte, wurde die Höhe am Montag mit 3.400 Metern angegeben.

Behörden riefen 100.000 zur Flucht auf 

 
Aus Angst vor einem Vulkanausbruch haben die Behörden auf der Insel Bali etwa 100.000 Menschen aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Die Anrainer von zwei Dutzend Dörfern rund um den etwa 3.000 Meter hohen Vulkan Mount Agung wurden am Montag aufgefordert, ihre Unterkünfte zu verlassen.
 
Wegen der Gefahr eines unmittelbar bevorstehenden Ausbruchs gilt die höchste Alarmstufe. Das Gebiet wurde im Umkreis von zehn Kilometern zur Sperrzone erklärt.
 
Über dem Vulkan ragt mittlerweile eine etwa vier Kilometer hohe Rauchsäule in den Himmel. Der internationale Flughafen der Insel nahe der Hauptstadt Denpasar ist geschlossen. Es wird befürchtet, dass Vulkanasche die Triebwerke der Flugzeuge beschädigen könnte. Mehrere Tausend Urlauber sitzen deshalb auf Bali fest.
 

Bereits im September wurde gewarnt

 
Schon Mitte September hatten alle Anzeichen auf einen unmittelbar bevorstehenden Ausbruch des rund 3.000 Meter hohen Vulkans hingedeutet. Mehr als 130.000 Menschen flohen damals aus ihren Dörfern im näheren Umkreis des Vulkans. Ende Oktober nahm die Aktivität des Agung wieder ab, die Warnstufe wurde auf das zweithöchste Level herabgesetzt. Viele Menschen kehrten in ihre Häuser zurück.
 
Vergangenen Dienstag nahm die Aktivität wieder zu. Die Behörden wiesen Anrainer in einem Umkreis von 7,5 Kilometern an, ihre Häuser zu verlassen - 25.000 Menschen wurden in Notunterkünften untergebracht.

Österreich Wetter

  • Jetzt
  • 21
  • 22
  • 23
  • 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18
  • 19

Störungseinfluss, Schnee bis 900m, 3/9°

Im Norden und Osten liegen tiefe, hochnebelartige Wolkenschichten über dem Land und die Sonne kommt hier nur zwischendurch ein wenig hervor. Vor allem im Osten ist ab und zu auch ein wenig Regen dabei, der nachmittags häufiger wird. Schneefallgrenze tagsüber um 1100m Seehöhe. Weiter im Westen und im Süden halten sich zunächst über den Tälern und in den Becken einige Nebelfelder. Diese lösen sich tagsüber aber auf und es setzt sich hier sonniges Wetter durch. Der Wind weht meist schwach bis mäßig, im Osten in exponierten Lagen auch lebhaft aus Nordwest bis Nord. Tageshöchsttemperaturen 7 bis 13 Grad, mit den höchsten Werten im Südosten. Heute Nacht: In der Nacht ziehen recht verbreitet dichte Wolkenfelder durch und von Nordosten her beginnt es in vielen Regionen zu regnen oder zu schneien. Die Schneefallgrenze sinkt auf 800 bis 1100m Seehöhe. Weitgehend trocken bleibt es im äußersten Westen und im Südwesten. Der Wind weht meist nur schwach, im Bergland und im Osten aber noch mäßig aus Nordwest. Tiefsttemperaturen minus 2 bis plus 6 Grad.
mehr Österreich-Wetter