25. August 2022 | 13:57 Uhr

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Klimakrise

Arktis so warm wie vor 7.500 Jahren

Wir erleben aufgrund der Klimakrise die wärmste Phase der Arktis seit 7.500 Jahren. Eine Rekonstruktion des Klimas gelang durch freigelegte Bäume auf der Jamal-Halbinsel.

In den vergangenen 7.500 Jahren war es in der Arktis nie so warm wie aktuell. Das zeigt sich anhand der Jahrringe von Bäumen. Unter Mitarbeit der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) erschien dazu eine Studie in "Nature Communications". Wie die Anstalt am Donnerstag schrieb, legte die Erosion auf der Jamal-Halbinsel in der Arktis uralte Bäume frei. Dank ihrer Jahresringe lassen sie sich datieren. Das erlaubt eine Rekonstruktion des Klimas.

Die Chronologie reicht ins Jahr 5618 vor Christus zurück. Sie ist damit die längste Jahrring-Chronologie aus der arktischen Region. Die Jahrringe stehen in direktem Zusammenhang mit den Sommertemperaturen. Die Analyse zeige, wie rasch sich die Jamal-Halbinsel seit 1850 erwärmte. Die aktuellen Temperaturen seien beispiellos, schrieb die Schweizer WSL.

Bäume aus Flusssediment freigegraben

Über 20 Expeditionen brachten die Baumproben während 40 Jahren zurück. Dazu mussten sich die Forscherinnen und Forscher mit Booten auf Flüssen bewegen, denn auf der Jamal-Halbinsel gibt es keine Straßen. Im Flusssediment gruben sie die Bäume frei und zersägten sie. Die Bäume stürzten ins Wasser, weil sich die Flussläufe laufend verändern und so etwa Uferzonen unterspülen. Werden die umgefallenen Bäume dann von Sediment zugedeckt, kann sie der Permafrost lange konservieren.

Neben der WSL waren das Institute of Plant and Animal Ecology der Ural Division der Russischen Akademie der Wissenschaften, die Universität Genf und die Klimaforschung der University of East Anglia in England an der Studie beteiligt.

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Trüb, im W und N aufkommender Schneeregen 1/7°

Heute Samstagnachmittag sorgt Störungseinfluss verbreitet für dichte Bewölkung. Südlich des Alpenhauptkamms regnet und schneit es weiter, die Schneefallgrenze liegt zwischen 1000m und 1400m. Von Nordwesten setzt ebenfalls Schneeregen ein, die Schneefallgrenze sinkt in der Folge immer mehr ab und liegt in der Nacht in den Niederungen. Der Wind weht vorerst schwach bis mäßig aus nördlichen Richtungen. Nachmittagstemperaturen 3 bis 11 Grad. Heute Nacht: Trüb und zunehmend winterlich verläuft die Nacht, denn der anfängliche Regen geht immer öfter in Schneefall bis in die Niederungen herab über. Vor allem im Bergland sowie im Osten kommt lebhafter bis starker Nordwind auf. Tiefsttemperaturen der kommenden Nacht minus 6 bis plus 1 Grad.
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