23. August 2019 | 22:15 Uhr

amazonas © NASA

Armee-Einsatz im Amazonas-Gebiet

Amazonas-Waldbrände immer schlimmer

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat nun die Entsendung von Soldaten zum Kampf gegen die verheerenden Waldbrände im Amazonasgebiet angeordnet. 

Manaus. Die verheerenden Feuer fressen sich unaufhörlich immer tiefer in das zweitgrößte Waldgebiet der Welt, den Regenwald im brasilianischen Amazonas hinein. Laut dem brasilianischen Weltraumforschungsinstitut INPE brachen binnen 48 Stunden fast 2.500 neue Brände aus. Seit Jahresbeginn brannte es damit an mehr als 75.000 Stellen des Amazonas. Das ist eine Zunahme in Vergleich zum Vorjahr um 83 Prozent.
 
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Klimaerwärmung. Für die weltweiten Bemühungen, die Klimakrise in den Griff zu bekommen, sind die Brände im Amazonas katastrophal, wie die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb im oe24-Gespräch erkärt: „Das was jetzt verbrennt, wuchs ist über viele Jahrzehnte und damit wird auch das CO2 freigesetzt, dass in diesem Zeitraum im Amazonas gebunden wurde.“ Die Auswirkungen aus unser Klima werden schon bald spürbar sein. Kromp-Kolb: „Die weltweiten Strömungsverhältnisse werden sich großräumig ändern und die Klimaerwärmung weiter beschleunigen.“
 
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Bolsonaro schickt Armee in Amazonas-Gebiet
 
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat die Entsendung von Soldaten zum Kampf gegen die verheerenden Waldbrände im Amazonasgebiet angeordnet. Bolsonaro erließ am Freitag ein Dekret, das den Einsatz von Truppen zum Kampf gegen die Flammen regelt. Die Brände im Regenwald hatten zuvor weltweit Sorge und Empörung über das Nichteinschreiten der brasilianischen Regierung ausgelöst.
 
Die Armee soll dem Dekret zufolge auch zur Verhinderung und Bestrafung von "Umweltdelikten" aktiviert werden. In Brasilien sorgte das Feuer in den vergangenen Tagen auch für heftige politische Kontroversen. Der rechtspopulistische Präsident hatte zuletzt nahegelegt, Umweltschützer hätten die Brände gelegt, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und seine Regierung in ein schlechtes Licht zu rücken. Naturschützer gehen hingegen davon aus, dass Bauern mit den Feuern neue Weideflächen erschließen. Die Staatsanwaltschaft will nun die Verantwortlichen zur Verantwortung ziehen.
 
 
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"Es tut mir so leid, Erde"

 
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Alexander van der Bellen: Österreichs Bundespräsident Alexander van der Bellen twittert: „Die Brände sind das Fazit einer menschengemachten Krise ohne Rücksicht auf die indigene Bevölkerung, die biologische Vielfalt und das Weltklima.“
 
Leonardo DiCaprio: „Die Lungen der Erde stehen in Flammen“
 
Christiano Ronaldo. „Der Amazonas-Regenwald produziert mehr als 20 Prozent des weltweiten Sauerstoffs. Es liegt an uns, ihn zu retten.“
 
Sängerin Camila Cabello. „Wir zerstören unser wunderbares Zuhause, es tut mir so leid, Erde“
 
Kris Jenner, US-TV-Star. „Das ist verheerend!!! Für Menschenleben, für Pflanzen und Tiere, und für unseren Planeten.“
 
Madonna. „Das ist eine Verheerung für die Naturvölker und den artenreichsten Wald der Welt.“
 
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Klimaforscher: "Regenwald ist für immer verloren"

 
Der Klimaforscher Gerhard Wotawa (ZAMG) im oe24-Gespräch.
 
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oe24: Wie schätzenSie die Brände im Amazonas ein?

Gerhard Wotawa: Die Anzahl der Brände im Amazonasgebiet sind in diesem Jahr weitaus höher als sonst
 
oe24: Welche Auswirkungen hat die Zerstörung der Regenwaldflächen?
 
ANTWORT: Die abgebrannten Flächen werden sich nie mehr regenerieren, der Regenwald ist für immer verloren. Auf den verbrannten Flächen wird Landswirtschaft betrieben und der Boden wird irreversibel ausgelaugt. (zac)
 
Wotawa_Portrait_c_ZAMG_Luss.jpg © Martin Lusser

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Im W öfter Sonne, sonst meist trüb, -1/5°

Von Vorarlberg entlang der Alpennordseite bis Oberösterreich sowie auch in Osttirol überwiegt bis zum Abend sonniges und trockenes Wetter. Weiter im Osten und Südosten trüben hingegen vor allem in den Niederungen hochnebelartige Bewölkung oder auch letzte dichtere Wolken den Himmel. Chancen auf Sonnenschein sind in Lagen oberhalb von 800 bis 1000m Seehöhe am größten. Abgesehen von letzten Regentropfen am Alpenostrand geht es aber trocken durch den Nachmittag. Der Wind kommt aus Ost bis Süd und weht schwach bis mäßig bei Nachmittagstemperaturen zwischen 3 und 10 Grad, am wärmsten mit Sonnenschein im Westen. Heute Nacht: In den westlichen Landesteilen ist es in der Nacht auf Dienstag gering bewölkt. Erst in der Früh tauchen hier mitunter erste dichtere Wolken auf. Weiter im Osten und Südosten liegen in der Nacht in Tal- und Beckenlagen hingegen zähe Nebel und Hochnebel. Erst oberhalb von etwa 1000m Seehöhe ist es auch hier nur noch gering bewölkt. Es weht schwacher bis mäßiger Wind aus südlichen Richtungen. Die Tiefsttemperaturen der Nacht zwischen minus 8 und plus 3 Grad.
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