18. Jänner 2020 | 08:18 Uhr

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Dauernebel

Winter-Smog hat den Balkan fest im Griff

Dauernebel verschwand in Belgrad erst nach zehn Tagen

Smog und Luftverschmutzung machen derzeit den Bewohnern von Großstädten auf dem Balkan und in Italien zu schaffen. In der serbischen Hauptstadt Belgrad löste sich Freitagmittag der Dauernebel erst nach zehn Tagen auf. In den kalt-feuchten Dunst hatte sich die ganze Zeit über verschmutzte Luft aus Heizungen, Autos und Kraftwerken gemischt.
 
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Demonstration

Die Bürgerinitiative "Belgrad nicht versenken" kritisierte die Regierung für ihren Umgang mit dem Problem und rief für Freitagabend zu einem Protest auf. Der serbische Präsident Aleksandar Vucic erklärte: "Das Problem existiert, aber es existiert auch eine Kampagne, die manchmal grotesk ist." Probleme mit der Luftverschmutzung haben im Winter auch andere Großstädte auf dem Balkan - vor allem Metropolen in geografischen Kessellagen wie etwa Sarajevo in Bosnien-Herzegowina oder Skopje in Nordmazedonien. Das UN-Umweltprogramm UNEP untersuchte im Vorjahr die Luftverschmutzung in 19 Städten des Westbalkans. Laut dem Bericht hatte die Luftverschmutzung in den untersuchten Städten jährlich fast 5.000 vorzeitige Todesfälle zur Folge. Hauptverursacher der schädlichen Emissionen seien Kraftwerke und Heizungen.
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Auch in Teilen Italiens herrscht seit Tagen Smog-Alarm. In Rom galt noch bis mindestens Freitag ein Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge. Dennoch sanken die Feinstaubwerte an den Messstationen nicht. Erhöhte Werte wurden auch seit Tagen in Turin gemessen, wo Fahrverbote verhängt wurden. Auch Städte wie Piacenza, Parma oder Modena waren betroffen. Als Grund für die schlechte Luft gilt unter anderem das anhaltende trockene Wetter.
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Immer wieder Regenschauer. 4/15°

Eine atlantische Störungszone zieht in abgeschwächter Form langsam über Österreich hinweg. Dabei ist es meist stark bewölkt, ein paar Auflockerungen gibt es am ehesten über dem östlichen Flachland und im Südosten. Außerdem kommt es zunächst vor allem entlang der Alpennordseite und im Nordwesten zu Regen und Regenschauern, die Schneefallgrenze bewegt sich meist zwischen rund 1200 und 1600m Seehöhe. Im Nachmittagsverlauf reißt die Bewölkung vor allem ganz im Westen, aber auch über dem östlichen Flachland wieder auf, die Sonne kommt zum Vorschein. Ein paar mitunter kräftigere Schauer sind dann hauptsächlich in der südlichen Steiermark, in Unterkärnten und dem Südburgenland noch möglich. Der Wind dreht mehrheitlich auf West-Nordwest, meist frischt er nur kurzzeitig mäßig auf, im Donauraum kann er vorübergehend recht lebhaft werden. Frühtemperaturen minus 2 bis plus 7 Grad, Tageshöchsttemperaturen 8 bis 17 Grad.
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