17. August 2020 | 19:12 Uhr

wetter-neu.jpg © Facebook/Harald Schabus Harry

Hunderte Feuerwehreinsätze

Wieder Unwetter: Videos zeigen Überschwemmungen

Alleine im Burgenland wurden 106 Feuerwehr-Einsätze wegen Unwetters gemeldet.

Die Wetter-Warnung des ZAMG hat sich bestätigt. Im Süden des Landes gab es nach den Unwettern der vergangenen Woche auch am Montag heftige Gewitter. Graz und Umgebung war der Hagel-Hotspot Österreichs. Im Burgenland kam es zu Überschwemmungen wie Videos eines Facebook-Users zeigen. "Wahnsinn ... ich mitten drin", schreibt er zum Clip: 

In der 1.000-Einwohner-Gemeinde Olbendorf im südlichen Burgenland wurden Straßen überflutet und Keller standen unter Wasser.  

Vom Starkregen besonders betroffen waren die Bezirke Oberwart und Güssing. Laut Landessicherheitszentrale wurden bis Montagabend 19.00 Uhr 106 Einsätze gemeldet, wie "orf" berichtet. In zahlreichen süd-burgenländischen Gemeinden mussten Keller ausgepumpt und Straßen gereinigt werden. 

Besonders betroffen sind die Gemeinden Oberdorf, Olbendorf, Ollersdorf, Litzelsdorf und Stinaz. In diesen Gemeinden alleine gab es 80 Einsätze. Auch in Stegersbach und Großbachselten waren die Feuerwehren mit Pumparbeiten beschäftigt.

Murenabgang in Kärnten

In Kärnten ging am Montagnachmittag um 15.30 Uhr wegen des Starkregens eine Mure ab und verlegte die Mölltal Bundesstraße (B 106) im Bereich Flattach/Schmelzhütte auf einer Länge von fünf Metern. Vorübergehend war dieses Straßenstück für den gesamten Verkehr unpassierbar, wie die Kärntner Landespolizeidirektion bekannt gibt. Seit 16:45 Uhr ist dieses Stück einspurig für den Verkehr wieder freigegeben. Die Aufräumarbeiten dauern noch an. Mit kurzfristigen Verkehrsbehinderung ist weiterhin zu rechnen. Die Aufräumarbeiten führen die FF Obervellach mit 19 Mann und die Straßenmeisterei Winklern durch.

Große Schäden in Landwirtschaft im Süden Österreichs

Der Süden Österreichs ist am Montag erneut von starken Unwettern heimgesucht worden. Starkregen und Hagel verwüsteten vor allem im Burgenland, in Kärnten und in der Steiermark Agrarflächen von rund 7.000 Hektar, so die Hagelversicherung (ÖHV). Geschädigt wurden Wein-, Obst- und Gemüsekulturen sowie Acker- und Grünlandflächen. Der Gesamtschaden dürfte laut ÖHV bei 2,5 Mio. Euro liegen.
 
Betroffen waren im Burgenland die Bezirke Oberwart und Güssing, in Kärnten die Bezirke Sankt Veit an der Glan und Klagenfurt-Land. In der Steiermark wurden die Bezirke Murtal, Leoben, Südoststeiermark, Graz-Umgebung, Leibnitz und Weiz von den Unwetterzellen heimgesucht, berichtete die Hagelversicherung am Montagabend in einer Aussendung.

Akute Unwetter-Warnung für Steiermark und Kärnten

Eine kräftige Gewitter-Linie zieht Richtung Koralpe/Pack. Für die Steiermark und Kärnten gibt es eine Unwetter-Warnung.

Unwetter-Warnung auch für diese Gebiete

In vier Bundesländern ist nun Vorsicht vor kräftigen Gewittern, Hagel und Starkregen geboten.  

wetter.JPG © ZAMG Klicken Sie auf die Karte für die Wetter-Warnung in ihrer Region. 

wetter1.JPG © ZAMG

In manchen Gebieten herrscht nach wie vor große Überschwemmungsgefahr durch Starkregen: 

kachel.JPG © Kachelmannwetter.at Klicken Sie auf die Karte für die Überschwemmungs-Warnung in ihrer Region.

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Im N regnerisch. 3°/10°

An der Alpennordseite stauen sich Wolken mit Regen oder Schnee. Der Niederschlagsschwerpunkt reicht von Tirol bis zur Obersteiermark, am Nachmittag werden die Niederschläge aber immer weniger. Die Schneefallgrenze liegt von Ost nach West zwischen 900 und 1800m Seehöhe. Abseits der Alpen fällt deutlich weniger Regen, im Osten gibt es nur einzelne Schauer und ganz im Süden und Südosten kann es trocken bleiben. Zwischendurch gibt es etwas Sonne, am öftesten zeigt sie sich im Osten. Der Wind weht vor allem an der Nordseite und im Bergland mäßig bis lebhaft aus West bis Nordwest. Nachmittagstemperaturen 6 bis 14 Grad. Heute Nacht: In der Nacht klingt der Niederschlag weiter ab. Meist bleibt es schon trocken, etwas Regen oder Schneefall gibt vor Mitternacht vom Unterland bis zum Salzkammergut. Abseits davon lockern die Wolken häufig auf. Der Wind weht nur noch schwach. Tiefsttemperaturen minus 4 bis plus 4 Grad.
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