10. Juni 2015 | 23:13 Uhr

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"Vom Blitz getroffen“

Familie U. fiel einem Blitz zum Opfer. Die Steiermark gehört zu den Blitz-Hotspots Österreichs

Manuela U. und ihre Familie hatten Glück im Unglück. Als der Blitz in das Dach des zweistöckigen Familienhauses in Mellach (Graz-Umgebung) einschlug, waren die 34-Jährige, ihre Eltern und ihre Großmutter im Erdgeschoss. Der Blitz fuhr durch die elektrischen Leitungen und trat im Verteilerkasten aus. Die Überspannungen entlang des Leitungsnetzes verursachten erheblichen Schaden im Mauerwerk. Jetzt ist Familie U. mit den Reparaturarbeiten beschäftigt.

Die Steiermark und Kärnten sind laut dem Blitzforschungsunternehmen Aldis die heimischen Blitz-Hotspots. In einem Gespräch mit ÖSTERREICH erklärt der Blitzforscher Gerhard Schulz, dass die feuchte Luft, die von der Adria nach Kärnten und in die Steiermark angeströmt wird, die Gewitterausbildung hier generell begünstigt.

Bauer getroffen, der 
Herde eintreiben wollte
In Schlossberg im Bezirk Leibnitz traf ein Blitz einen 64-jährigen Bauern, der wegen des Gewitters seine Kuhherde in den Stall treiben wollte. Der Landwirt wurde zu Boden geschleudert und verletzt. Drei seiner Kälber starben.(lae)

›Es gab einen irrsinnigen Knall‹

ÖSTERREICH: Wo befanden Sie sich zum Zeitpunkt des Einschlags?
Manuela U.: Gott sei Dank hielten wir uns alle in dem Moment im Erdgeschoss auf.

ÖSTERREICH: Wie haben Sie den Einschlag erlebt?
Manuela U.: Wir waren total geschockt. Ein Gewitter war im Gange, und es gab auf einmal einen irrsinnigen Knall, viel lauter als ein Donner. Plötzlich stand eine dichte Rauchwolke im zweiten Stock. Wir riefen vorsichtshalber die Feuerwehr, es gab aber keinen Brand. Die Mauern im zweiten Stock sind jetzt stark beschädigt. Meine Mutter war zu diesem Zeitpunkt im Nebengebäude unseres Hauses und spürte sogar dort den Stromschlag. Derzeit ist die ganze Familie damit beschäftigt, alles wieder aufzuräumen.

ÖSTERREICH: Wie geht es Ihrer Mutter jetzt?
Manuela U.: Sie wurde zur Sicherheit ins Spital gebracht und einer EKG-Untersuchung unterzogen. Sie hat aber zum Glück keine gesundheitlichen Schäden davongetragen.(lae)

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Schneeregen im W und N, Schneeschauer im O, -5/+4°

Zunächst überwiegen die Wolken und es schneit oder regnet vor allem von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich zeitweise. Stellenweise besteht vorübergehend Glatteisgefahr. Die Schneefallgrenze steigt von Westen her auf 600 bis 1300m. Im Osten gibt es nur ab und zu leichten oder unergiebigen Schneefall. Am Nachmittag lockert es von Western regional etwas auf, und der Niederschlag wird weniger. Am späten Nachmittag oder zum Abend hin wird der Niederschlag im Westen wieder häufiger. Der Wind weht in Tirol und Vorarlberg teils lebhaft aus West, abseits davon oft nur schwach bis mäßig. Tageshöchsttemperaturen minus 1 bis plus 7 Grad, mit den höchsten Temperaturen in der Westhälfte. Heute Nacht: Eine weitere Störungszone erfasst die Alpennordseite. Verbreitet ist von Vorarlberg, über Salzburg bis zum Alpenostrand zeitweise mit Schneefall, in tiefen Lagen teils auch mit Schneeregen zu rechnen. Einzelne Ausläufer erreichen auch den Süden. Hier bleibt es aber oft auch trocken. Der Wind weht entlang des Alpenhauptkamms und nördlich davon mäßig, in höheren Lagen lebhaft aus West, abseits davon weht er nur schwach. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen minus 4 und plus 2 Grad.
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