15. März 2015 | 23:20 Uhr

Meteorit Tirol © Screenshot

Meteorit über Österreich

Video zeigt einen Meteoriten über Tirol

Ein spektakuläres Video zeigt Meteorit über Westösterreich.

Ein Meteor hat am Sonntagabend während fünf bis sechs Sekunden für ein Spektakel am Abendhimmel über der Schweiz und Süddeutschland gesorgt. Bei den dortigen Polizeistationen und der Fachgruppe Meteorastronomie gingen zahlreiche Meldungen ein. Bei der Vorarlberger Exekutive oder beim ZAMG Wetterdienst Bregenz blieb es allerdings ruhig. Dort gab es keine einzige Anfrage. Allerdings will eine "20min"-Leserin gesehen haben, wie der Meteorit in den Bodensee gestürzt ist.

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Um 20.44 Uhr sei der Meteor, im Volksmund auch Sternschnuppe genannt, für fünf bis sechs Sekunden am Himmel zu sehen gewesen, bestätigte Jonas Schenker von der Schweizer Fachgruppe Meteorastronomie (FMA). Eine spezielle Kamera habe das Phänomen festgehalten. Zudem hätten bis um Mitternacht rund 15 Augenzeugen die FMA per Meldeformular kontaktiert. Auch bei der Polizei gingen von Süddeutschland über Zürich und Aargau bis in den Kanton Solothurn Meldungen ein. "Dutzende besorgte Bürger haben berichtet, dass sie Lichtblitze am Himmel sahen", sagte ein Sprecher des Lagezentrums der bayerischen Polizei in München. Auch aus Mannheim, Karlsruhe, Freiburg und der Bodensee-Region gab es Anrufe.

Immer mehr Zeugen melden sich und verbreiten über das Internet die spekatulären Bilder.

Dass Teile von Kometen oder Asteroiden in die Erdatmosphäre eindringen und hier als Meteore am Himmel ihre Leuchtspuren hinterlassen, geschehe jede Nacht hundertfach, sagte Schenker. Laut Augenzeugen habe der Meteor vom Sonntag allerdings Donnergeräusche ausgelöst und sei am Ende gar aufgesplittert. Das sei selten.

"Es würde darauf hindeuten, dass er in tiefere Luftschichten vorgedrungen ist", sagte der Ingenieur. In der Regel verdampfen Meteore in 70 bis 100 Kilometern Höhe vollständig. Jener vom Sonntagabend dürfte sich der Erdoberfläche bis auf rund 20 Kilometer genähert haben.

In diesem Falle bestehe eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass das Objekt in den freien Fall übergehe, zu leuchten aufhöre und es zu einem Einschlag komme. Das Himmelsteilchen dürfte beim Eintreten in die Erdatmosphäre etwa faustgroß gewesen sein.

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Von NW Schneeregenschauer, im S mehr Sonne, 0/+6°

Mit einer Nordwestströmung ziehen wiederholt Schnee- und Schneeregenschauer durch, an der Alpennordseite, besonders in Vorarlberg schneit es oft auch anhaltend. Die Schneefallgrenze bewegt sich zwischen tiefen Lagen und 500m. Weitgehend trocken bleibt es im Süden, hier gibt es auch die meisten sonnigen Auflockerungen. Der Wind weht mäßig, in höheren Lagen auch teils lebhaft aus westlichen Richtungen, von Kärnten bis zum Südburgenland bleibt es eher schwach windig. Nachmittagstemperaturen 0 bis 10 Grad, mit den höchsten Werten im Süden und Südosten. Heute Nacht: In der Nacht lässt der Schneefall an der Alpennordseite nach und klingt teils ab, nur vom Salzkammergut bis ins westliche Niederösterreich regnet oder schneit es auch noch nach Mitternacht zeitweise. Im Norden, Osten und Süden bleibt es weitgehend niederschlagsfrei und vor allem im Süden oft auch nur gering bewölkt. Der Wind weht, vor allem im Norden und Osten, mäßig bis lebhaft, in höheren Lagen auch kräftig aus West. Tiefsttemperaturen minus 9 bis plus 1 Grad, mit den tiefsten Werten in Osttirol und Oberkärnten.
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