26. Juli 2021 | 09:11 Uhr

Spur der Verwüstung

Unwetter: Tausende Feuerwehreinsätze in Ober- und Niederösterreich

Heftige Gewitter zogen in Teilen Österreichs eine Spur der Verwüstung.

 In Ober- und Niederösterreich sind die Feuerwehren am Sonntagabend und in der Nacht auf Montag erneut von Unwettern gefordert worden. In Oberösterreich gingen rund 1.100 Alarmierungen ein, aber man schätzt die Zahl der Einsätze auf bis zu 3.000. In Niederösterreich wurden nach Angaben von Franz Resperger vom Landeskommando in Summe rund 120 Einsatzstellen verzeichnet.

In Oberösterreich waren bis zum Abziehen der Unwetterfront gegen 21.00 Uhr 245 Feuerwehren mit rund 3.700 Helfern offiziell zu gut 1.100 Einsätzen ausgerückt. Da aber in vielen Fällen auch abseits der Notruf-Schiene die Feuerwehren gerufen wurden, dürften sich diese Zahlen noch deutlich erhöhen, hieß es Montagfrüh beim Landesfeuerwehrkommando. Dort geht man davon aus, dass insgesamt an die 5.000 Feuerwehrleute von 300 Wehren bei 2.500 bis 3.000 Einsätzen präsent waren. "Würde es nicht am Land so viele Feuerwehren geben, hätten heute nicht alle Menschen zur Arbeit fahren können", sagte der diensthabende Offizier Wolfgang Reisinger.

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Große Schäden

Denn im ganzen Land blockierten umgeknickte Bäume Straßen und Stromleitungen, wurden Keller und Garagen überflutet, Dächer abgedeckt - unter anderem auch das einer Kapelle des Stiftes St. Florian. Mehrere Personen waren in ihren Fahrzeugen unter umgestürzten Bäumen eingeschlossen, acht Brände wurden durch Blitzschläge verursacht, konnten aber alle rasch gelöscht werden. Am stärksten betroffen waren Linz und Wels sowie die Bezirke Kirchdorf, Linz-Land und Freistadt. Am Montag liefen noch die Aufräumarbeiten.

 

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In Niederösterreich war das Waldviertel am stärksten betroffen. Probleme bereiteten im Bundesland vor allem Sturmböen. Bäume, Gerüste und Plakatwände stürzten um, Hausdächer wurden abgedeckt.

Im Bezirk Gmünd war ein Baum auf die Oberleitung der Franz-Josefs-Bahn gekracht. Die stromführende Leitung hing laut Resperger "nur wenige Zentimeter über einem mit drei Personen besetzten Pkw". Die Insassen wurden aus dem Wagen befreit und blieben unverletzt. Die Franz-Josefs-Bahn war zwischen Gmünd und Vitis (Bezirk Waidhofen a. d. Thaya) Unwetter-bedingt gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.

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Unwetter-Einsätze

Ausgerückt sind die Helfer im Bezirk Krems zu einem vermeintlichen Dachstuhlbrand im Stift Göttweig. Hier gab es allerdings rasch Entwarnung, ein "unglücklicher Lichtschein" hatte Feuerwehrangaben zufolge zu der Alarmierung geführt.

Vermehrte Unwettereinsätze gab es in den Bezirken Amstetten, Melk und Tulln. Auch im Bezirk Neunkirchen waren die Helfer gefordert, hier war ein Gewitter mit Hagel niedergegangen.

Auswirkungen hatten die Wetterbedingungen am Sonntag auf einen Rettungseinsatz am Schneeberg. Eine 52-jährige Wienerin hatte sich beim Abstieg eine schwere Beinverletzung zugezogen. Eine Rettung per Tau durch einen Notarzthubschrauber war aufgrund eines Gewitters nicht möglich. Die Frau wurde schließlich per Gebirgstrage abtransportiert.

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Etwas Nebel, oft Sonne, 4/18°

Zur Wochenmitte sorgt eine Störungszone anfangs verbreitet für dichte Wolken und oft auch Regenschauer, besonders in den Staulagen der Alpennordseite. Hier bleibt es teilweise bis zum Abend trüb und nass. Insgesamt setzt sich aber im Laufe des Tages immer öfter die Sonne durch. Am Nachmittag sind meist nur noch dünne Schleierwolken am Himmel. Am längsten sonnig und ganztägig trocken ist es im Süden. Die Schneefallgrenze liegt meist über 2000m Seehöhe. Der Wind weht meist schwach bis mäßig, an der Alpennordseite zeitweise auch lebhaft aus Nordwest. Tageshöchsttemperaturen 14 bis 20 Grad, mit den höchsten Werten im Süden und Westen. Heute Nacht: Am Abend klingen letzte Regenschauer allmählich ab, danach verläuft die Nacht auf Donnerstag meist niederschlagsfrei und gering bis mäßig bewölkt. In den meisten Regionen ziehen nur hohe Schleierwolken durch, in einigen Tälern ist mit Nebel oder Hochnebel zu rechnen. In den frühen Morgenstunden können sich auch im Süden und im Donauraum Nebelfelder bilden. Der Wind weht nur schwach. Tiefsttemperaturen 1 bis 9 Grad.
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