31. Mai 2018 | 17:15 Uhr

spital.jpg © facebook

Gewitter-Gefahr

Unwetter-Alarm: So wüten Hagel und Gewitter

Viele Regionen sind auch heute wieder von Unwettern betroffen - hier kracht es heute besonders.

Das Wetter bleibt, wie es ist. Das ist die Conclusio der Prognose der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) vom Donnerstag für die nächsten Tage. Demnach ist weiter mit warmem bis heißem Wetter zu rechnen, immer wieder gibt es auch teils heftige Gewitter. Die Temperaturen erreichen bis zu 30 Grad. Momentan ziehen heftige Gewitter über Salzburg, Kärnten und die Steiermark. Die Alpennordseite und der Süden sind also am schlimmsten betroffen und die Feuerwehren sind im Dauereinsatz. Vielerorts gibt es Überschwemmungen und Hagel-Unwetter. In den roten Gebieten ist Unwetter-Gefahr hoch:

Ab Nachmittag entstehen über dem Berg- und Hügelland wieder hochreichende Quellwolken und später einige, stellenweise auch kräftige Gewitterzellen. Im östlichen Flachland ist es hingegen stabiler, hier bleibt es oft sonnig und heiß. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Ost bis Süd. Nachmittagstemperaturen 25 bis 31 Grad. Heute Nacht: In der Nacht können vor allem im Süden und Südosten als auch im Westen an der Bayerischen Grenze Gewitterzellen noch länger aktiv sein. Überall sonst lässt die Gewittertätigkeit aber allmählich nach und es lockert auf. Im Westen und Norden ziehen generell mehr Wolken durch. Der Wind weht abseits von Gewittern meist nur schwach. Tiefsttemperaturen 12 bis 19 Grad.

blitze.jpg In der Blitzkarte sind die Gewitterzellen zu sehen.

Unwetter in der Steiermark

"Aktuell in Schwanberg (Bez. Deutschlandsberg) der ''Weierbach'', sollte eigentlich ein recht kleines Rinnsal sein. Auch die Feuerwehren sind bereits im Einsatz", heißt es auf Aktuelle Wetterwarnungen Österreich.

 

Schwanberg im Bezirk Deutschlandsberg:

Speziell in der westlichen Obersteiermark werden Schauer und Gewitter aber rasch häufiger und die sonnigen Phasen weniger. In weiterer Folge breiten sich die Schauer und Gewitter aus und können bis zum Abend nirgends gänzlich ausgeschlossen werden. Lokal besteht Unwettergefahr! Wind aus Süd, in Gewittern böig auffrischend. Tageshöchstwerte 24 bis 30 Grad. In 2000 m Höhe 14 Grad. Heute Nacht: Am Abend fallen die Schauer- und Gewitterzellen langsam wieder zusammen. Die Nacht verläuft dann meist trocken, teils aber stärker bewölkt. Die Temperaturen gehen auf 13 bis 17 Grad zurück.

 

Starkregen und Hagel sorgten für Probleme in Kärnten

Unwetter mit Starkregen und Hagel sind am Donnerstagabend über Kärnten hinweggezogen. Die Landesalarm- und Warnzentrale verzeichnete bis kurz nach 18.00 Uhr rund 50 Feuerwehreinsätze im Raum Spittal. Es gab Überflutungen und Vermurungen, auch Bäume waren umgestürzt. Die Katschberg Straße (B99) war zwischen Lieserbrücke und Trebesing gesperrt, ebenso abschnittsweise die Görtschitztal Straße (B92).
 
Auch in Seeboden gab es Verkehrsbehinderungen. Die Millstätter Straße (B98) war teilweise zentimeterdick mit Schlamm bedeckt. Hotelier Gerhard Winkler sagte an Ort und Stelle gegenüber der APA: "Durch den vielen Regen in den vergangenen Wochen ist der Boden nicht mehr aufnahmefähig gewesen. Da es heute Starkregen gab, musste der Bach viel zu viel Wasser aufnehmen und er trat über die Ufer." Sein Haus liegt direkt am Trefflinger Bach und blieb durch einen schützenden Zubau von den Wassermassen verschont. In Seeboden selbst bildeten sich umfangreiche Staus. Ein Imbissbudenbesitzer versuchte seine Einkehr mit Schaufeln vor Wasser und Schlamm zu schützen.

Hagelunwetter auch in Bad Kleinkirchheim in Kärnten:

 

"Land unter" in Spital an der Drau:

spital.jpg © facebook

feldkirchen.jpg © FF Feldkirchen Einsatzkräfte mussten eine Rohrleitung in Deutsch-Griffen reparieren.

In Himmelberg mussten die Feuerwehrleute wegen eines überlaufenden Baches schon in der Nacht auf Donnerstag einschreiten:

himmelberg2.jpg © FF Himmelberg

himmelberg1.jpg © FF Himmelberg

Gewitter auch in Salzburg

Am Nachmittag bilden sich verbreitet Quellwolken, aus denen sich Gewitter entladen werden. Einzelne Gewitter können starken Regen und kräftige Windböen bringen. Die Temperaturen erreichen 23 bis 30 Grad. Heute Nacht: In der Nacht halten sich Restwolken der Gewitter und im Norden ziehen weiter dichtere Wolken durch. Zum Morgen hin kann es im Norden ein paar Regenschauer geben. Die Temperaturen sinken auf 16 bis 9 Grad.

kuchl.jpg © Facebook Regenzelle über Kuchl, im Salzburger Tennengau.

Wochen-Aussicht: Sommer und Gewitter - Wenig Änderung bei Wetter

Am Freitag bringt eine schwache Störungszone im Westen und Norden schon zu Beginn einige dichte Wolken und lokale, teils gewittrige Regenschauer. Weiter im Osten und Süden ist es noch länger sonnig. Ab Mittag steigt dann aber vor allem in der Osthälfte die Gewitterneigung deutlich an. Auch über dem Flachland ist mit teils kräftigen Gewittern zu rechnen. Der Wind dreht allmählich auf West, im östlichen Flachland bleibt der Südostwind tagsüber aber noch länger bestehen. Von zwölf bis 19 Grad in der Früh steigen die Temperaturen tagsüber auf 23 bis 30 Grad von West nach Ost.

Am Samstag startet der Tag am Alpennordrand von Salzburg ostwärts bis ins Burgenland bereits wechselhaft mit teils gewittrigen Regenschauern. Überall sonst ist es zunächst noch teils sonnig. Die Gewitterneigung steigt im Tagesverlauf aber wieder verbreitet an, mit Schwerpunkt im Bergland sowie im Süden und Südosten. Im Norden und Nordosten ist es voraussichtlich etwas stabiler, einzelne Schauer sind aber auch hier möglich. Im Norden und Osten bläst mäßiger bis lebhafter Westwind. Erneut liegen die Frühtemperaturen bei zwölf bis 19 Grad und erreichen tagsüber 23 bis 29 Grad.

Am Sonntag ist es mit Zwischenhocheinfluss verbreitet sonnig und auch wieder sommerlich warm mit Tageshöchsttemperaturen zwischen 24 und 30 Grad. Nur isolierte Gewitter sind zu erwarten, am ehesten im Berg- und Hügelland südlich des Alpenhauptkammes. Der Wind weht schwach bis mäßig aus West bis Nordwest. Die Frühwerte liegen bei 13 bis 19 Grad.

Am Montag ist es während der ersten Tageshälfte verbreitet recht sonnig und warm. Die Schwerpunkte der nachmittäglichen Gewittertätigkeit liegen im Westen sowie ganz im Osten. Nördlich der Donau sind kaum Gewitter zu erwarten, es ist schwach windig. Die Frühtemperaturen liegen bei zwölf bis 20 Grad, die Tageshöchsttemperaturen bei 24 bis 30 Grad.
 
Am Dienstag bleibt schwacher Störungseinfluss im Ostalpenraum wetterbestimmend und sorgt für verbreitet labile Verhältnisse mit nachmittäglichen Gewittern. Der Sonnenschein ermöglicht jedoch sommerliche Tagesmaxima mit bis zu 30 Grad.