27. Juli 2019 | 08:09 Uhr

Gewitter © Symbolbild/Getty Images

Hier kann es heute krachen

Unwetter-Alarm: Gewitter beenden Hitzewelle

Wetterwarnung: In fast ganz Österreich muss man heute mit heftigen Gewittern rechnen.

Ein Superlativ jagt den nächsten. Gestern kam statt der anfangs vorhergesagten Abkühlung wieder ein Mega-Hitzetag. 36° in Tulln war die Maximaltemperatur. Heute beenden nun Gewitter die Hitzewelle. Auch wenn schon am Vormittag erste, lokale Schauer- oder Gewitterzellen anzutreffen sind, so ist es zunächst doch noch zeitweise sonnig und trocken. Ab dem späten Vormittag türmen sich dann immer mehr Quellwolken auf, die nachfolgend einige Gewitter und Regengüsse bringen. Kurzzeitig kann es auch kräftig schütten. Zwischendurch gibt es aber auch sonnige Phasen. Der Wind kommt schwach bis mäßig, in Gewittern lebhaft bis stark, aus Ost bis Südwest. Es ist weniger heiß als zuletzt, allerdings nimmt die Schwüle zu. Am Morgen umspannen die Temperaturen 14 bis 25 Grad, am Nachmittag 23 bis 33 Grad.

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Die Prognose im Detail

Wien: Bis zum späteren Vormittag zeigt sich noch zeitweise die Sonne, dann entstehen hochreichende Haufenwolken. Anschließend muss mit Gewittern und kräftigen Regengüssen gerechnet werden. Der Wind weht schwach bis mäßig, in Gewitternähe kurzzeitig lebhaft bis kräftig, aus Ost bis Südwest. Die Tiefsttemperaturen betragen 18 Grad am Stadtrand und 25 Grad in der Innenstadt, die Tageshöchsttemperaturen 28 oder 29 Grad.
 
Niederösterreich: Vor allem im Weinviertel gibt es schon am Vormittag erste Gewitter und Regenschauer. Sonst bleibt es vorerst noch oft trocken und zeitweise sonnig. Ab dem späten Vormittag bilden sich Quellwolken und einige Gewitter und Regengüsse. Dabei kann es kurzzeitig auch stark regnen. Der Wind kommt schwach bis mäßig, in Gewittern vorübergehend lebhaft bis stark, aus Ost bis Südwest. Die Frühtemperaturen liegen zwischen 15 und 23 Grad, die Nachmittagstemperaturen zwischen 25 und 30 Grad.
 
Burgenland: Bis zum Vormittag scheint zeitweise die Sonne. Dann tauchen rasch Haufenwolken auf, nachfolgend sind einige teils kräftige Gewitter mit Starkregen zu erwarten. Der Wind weht schwach bis mäßig, in Gewittern vorübergehend lebhaft bis stark, aus Ost bis Südwest. Von morgens 19 bis 23 Grad steigen die Temperaturen bis zum Nachmittag auf 26 bis 31 Grad an.
 
Oberösterreich: Am Samstag nur noch teilweise sonnig. Schon am Vormittag ziehen einige dichtere Wolken durch. Tagsüber zeigt sich auch die Sonne. Vereinzelte kurze sommerliche Regengüsse oder Gewitter sind ab dem mittleren/späten Nachmittag möglich. Stärkere Gewitter mit Unwetterpotenzial sind am Abend oder in der Nacht insbesondere im Inn- und Mühlviertel nicht ausgeschlossen. Lebhafter Ostwind mit 30 bis 40 km/h über den freien Flächen. Tiefstwerte: 17 bis 23 Grad, Höchstwerte: 29 bis 31 Grad.
 
Steiermark: Das Wetter bleibt am Samstag von den Temperaturen her gesehen noch sommerlich. Die Luftschichtung ist aber bereits sehr labil und man sollte um die Mittagszeit sowie am Nachmittag mit einigen teils kräftigen Gewittern und Regenschauern rechnen. Es ist meist schwül. Frühwerte 17 bis 21 Grad, Höchsttemperaturen vor den Gewittern noch 27 bis 32 Grad.
 
Kärnten: Am Samstag lockern die höheren Wolken auf und es scheint dann in Kärnten wieder länger die Sonne. In der zweiten Tageshälfte türmen sich über den Bergen zunehmend Quellwolken in die Höhe und es kommt auch zu einigen kräftigen Gewittern. Von Villach bis ins Lavanttal kann es auch länger sonnig und mit föhnigem Südwestwind bis zum Abend trocken bleiben. Nicht mehr ganz so heiß mit Höchstwerten zwischen 26 und 31 Grad.
 
Salzburg: Am Samstag nur noch teilweise sonnig. Schon am Vormittag ziehen einige dichtere Wolken durch. Tagsüber zeigt sich auch die Sonne. Ab dem mittleren/späten Nachmittag steigt die Wahrscheinlichkeit für einen kurzen sommerliche Regenguss oder ein kräftiges Gewitter rasch an. Kleinräumig haben einzelne Gewitter Unwetterpotenzial mit Starkregen und Hagel. Am Abend klingt die Gewittertätigkeit großteils wieder ab. Tiefstwerte: 15 bis 23 Grad, Höchstwerte: 27 bis 30 Grad.
 
Tirol: Am Vormittag ist es über ganz Tirol noch recht sonnig, es wachsen aber bereits Quellwolken in den Himmel. Schon etwa ab den Mittagsstunden - vor allem aber am Nachmittag - ist verbreitet mit teils kräftigen Regenschauern und Gewittern zu rechnen, Sonne ist nur mehr zwischendurch dabei. Dazu wird es weniger heiß sein als zuletzt, aber zunehmend schwül. Tiefstwerte: 15 bis 19 Grad, Höchstwerte: 25 bis 29 Grad.
 
Vorarlberg: Am Vormittag ist es zumindest noch zeitweise sonnig, erste einzelne Regenschauer und Gewitter können schon dabei sein. Am Nachmittags gibt es nur mehr wenig Sonne und es ist verbreitet mit teils kräftigen Regenschauern und Gewittern zu rechnen. Dabei wird es nicht mehr so heiß wie zuletzt, aber schwül. Tiefstwerte: 16 bis 20 Grad, Höchstwerte: 23 bis 27 Grad.

Sommer der Extreme

Nach bisher drei Hitzewellen ist dieser Sommer extrem außergewöhnlich, das ergeben die Studien der Klimaforscher. Schon jetzt – noch haben wir fünf Wochen Sommer vor uns – ist klar:
  • Nummer 1. Dieser Sommer könnte noch der heißeste aller Zeiten werden. Derzeit ist er um 3,1 Grad heißer als der Durchschnitt.
  • August. „Verläuft der August so warm wie ein durchschnittlicher August in den letzten zehn Jahren, dann wird es Platz 2“, sagt Zamg-Experte Alexander Orlik.
  • Kühler Mai. Das Besondere: Der Mai war viel zu kühl, trotzdem ist das Jahr in Summe viel zu heiß.
  • Dürre. Landwirte in Sorge: Der Sommer brachte um 54 % weniger Niederschläge als in normalen Jahren. Viele fürchten um ihre Ernten.

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Wie im Winter: Straßen mit Salz bestreut, um zu kühlen

 
Europa stöhnt unter der Mega-Hitze. Diese Woche kippten im Stundentakt die Rekorde in zahlreichen Ländern.
  • Frankreich. Spontan brandete am Freitag Jubel auf Pariser Straßen aus. Grund war ein Regenguss. Kein Wunder: Am Tag zuvor stieg die Temperatur auf 42,6 Grad – Rekord.
  • Niederlande. Auch hier ein Höchstwert: 40,4°. Die Straßen wurden mit Salz bestreut, um sie zu kühlen.
  • Alaska. 250 Waldbrände lodern derzeit sogar in Alaska. Die Erde ist so trocken und heiß wie selten zuvor.
  • Weltweit. Laut Welt-Meteorologen-Organisation könnte es global einer der fünf heißesten Jahre werden.

freibad © Christian Bruna

 

Unwetter: Hagel sorgt für Chaos bei der Tour de France

Mitten in gefährlicher Abfahrt musste Radrennen gestoppt werden. Straße unter Wasser.
 
Tignes. Völliges Chaos und ein Novum beim berühmtesten Radrennen der Welt: Während die Fahrer bei Trockenheit einen Gipfel auf 2.000 Meter Höhe passierten, ging im Tal ein Hagel-Unwetter nieder, überspülte die Straße, die Landschaft war weiß. Das Rennen wurde abgebrochen. Auch bei uns bringt Tief „Vincent“ jetzt Gewitter. Warnungen gibt es ab heute früh für Wien, das Weinviertel, den Süden und Westen Österreichs.
 
tourdefrance hagel © screenshot/twitter/tourdefrance
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