14. Oktober 2014 | 13:07 Uhr

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Kärnten/Steiermark

Ungewöhnliche Wärmeperiode im Süden


Noch nie war es so lange wo warm. Graz und Klagenfurt schreiben Rekorde.

Die vergangenen Tage haben in Kärnten und in der Steiermark eine ungewöhnlich lange Wärmeperiode gebracht. In Klagenfurt ist es überhaupt die bisher längste Serie von Tagen über 20 Grad so spät im Jahr. Darauf wies die ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) am Dienstag in einer Aussendung hin.

Temperaturen über 20 Grad sind im Oktober in Österreich nicht selten. Eine längere Serie dieser warmen Tage ist im Oktober aber sehr ungewöhnlich. "In Klagenfurt haben wir jetzt schon sieben Tage hintereinander mit mehr als 20 Grad erlebt. In der Messgeschichte gab es erst zwei Mal derartige Wärmeperioden mit mehr als sechs Tagen, und zwar im Oktober 1985 und 1942. Berücksichtigt man auch das Datum, dann ist es in Klagenfurt überhaupt die späteste derart lange Serie von warmen Tagen im Oktober in der Messreihe seit 1939", erklärte sagt Gerhard Hohenwarter von der ZAMG.

Über 27 Grad in der Steiermark:
Ähnliches gilt für Teile der Steiermark. Graz erlebte mittlerweile sieben Tage über 20 Grad. Die längsten Wärme-Perioden im Oktober stammen in der steirischen Landeshauptstadt aus den Jahren 2001 und 2008 mit neun Tagen über 20 Grad. Für den Großraum Graz wurde vergangene Woche auch ein neuer Tageshöchstwert erreicht, und zwar mit 27,1 Grad an der Wetterstation Graz-Flughafen am 9. Oktober. Der bisherige Oktober-Rekord für den Großraum Graz stammt vom 4. Oktober 1948 mit 27,0 Grad an der Wetterstation Graz-Universität. Der Steiermark-Rekord liegt weiterhin bei 30,0 Grad in Deutschlandsberg, gemessen am 5. Oktober 1983. In Kärnten stammt der Oktober-Rekord vom 23. 10. 1971 mit 27,0 Grad in Velden. Der bisherige Höchstwert aus diesem laufenden Monat ist 25,9 Grad in St. Andrä im Lavanttal, gemessen am 9.

Es bleibt mild:
In den kommenden Tagen bleibt es laut ZAMG relativ mild, aber bei wechselhaftem Wetter mit Sonne, Wolken und Regenschauern. Rechtzeitig zum Wochenende dürfte es wieder mehr Sonne geben, verspricht Meteorologe Gerhard Hohenwarter: "Samstag lichten sich Wolken und Nebel und in vielen Regionen setzt sich die Sonne durch. Der Sonntag ist im Großteil Österreichs sonnig und warm, mit Höchstwerten verbreitet über 20 Grad. Ein Unsicherheitsfaktor ist um diese Jahreszeit immer der Nebel. Vor allem im Flachland kann es wieder stellenweise länger trüb und somit auch etwas kühler bleiben."

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Störungseinfluss, Schnee bis 900m, 3/9°

Im Norden und Osten liegen tiefe, hochnebelartige Wolkenschichten über dem Land und die Sonne kommt hier nur zwischendurch ein wenig hervor. Vor allem im Osten ist ab und zu auch ein wenig Regen dabei, der nachmittags häufiger wird. Schneefallgrenze tagsüber um 1100m Seehöhe. Weiter im Westen und im Süden halten sich zunächst über den Tälern und in den Becken einige Nebelfelder. Diese lösen sich tagsüber aber auf und es setzt sich hier sonniges Wetter durch. Der Wind weht meist schwach bis mäßig, im Osten in exponierten Lagen auch lebhaft aus Nordwest bis Nord. Tageshöchsttemperaturen 7 bis 13 Grad, mit den höchsten Werten im Südosten. Heute Nacht: In der Nacht ziehen recht verbreitet dichte Wolkenfelder durch und von Nordosten her beginnt es in vielen Regionen zu regnen oder zu schneien. Die Schneefallgrenze sinkt auf 800 bis 1100m Seehöhe. Weitgehend trocken bleibt es im äußersten Westen und im Südwesten. Der Wind weht meist nur schwach, im Bergland und im Osten aber noch mäßig aus Nordwest. Tiefsttemperaturen minus 2 bis plus 6 Grad.
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