14. Mai 2019 | 22:01 Uhr

Wintereinbruch in Tirol

Total verrückt! Mitte Mai und hier schneit's

Der Wonnemonat präsentiert uns dieses Jahr die kalte Schulter.

Die Eisheiligen haben kein Erbarmen: Sie schlagen noch immer mit voller Wucht zu. Heute soll der kälteste Tag der Woche werden. In Mariazell (St.) etwa wird heute eine Maximal-Temperatur von nur 2 Grad erwartet. Vor einem Jahr waren es 22 Grad, es ist heuer um 20 Grad kälter!

Das große Zittern herrscht überall.

Aktuelle Schnee-Warnung

➔ Gefahr auf Straße: Heute kam auch wieder der Schneefall. Bis zu 40 Zentimeter sollten es in höheren Lagen werden. Eine Warnung wurde bereits vorab vor allem für Bergstraßen ausgerufen. Dann am Abend kamen unter anderem die Menschen in Teilen Tirols ins Vergnügen. Väterchen Frost schlug voll zu und es fing tatsächlich an zu schneien. Schnell bildete sich in Mieders im Stubaital, in Ehrwald im Außerfern und Co. eine Schneeschicht, die Mitte Mai selbst für Tiroler Verhältnisse äußerst unüblich ist.

Schnee Stubaital © Viyana Manset Haber Im Stubaital waren die Autos mit Schnee bedeckt.

Schnee Ehrwald © privat Gleiches Bild in Ehrwald am Fuße der Zugspitze.

Monat ist deutlich zu kalt

➔ Erste Bilanz: Der Mai ist extrem: Laut Zamg-Berechnung ist der Monat um 3,2 Grad zu kalt. Für die Wissenschaftler ein gigantischer Wert. Vor allem: Seit 28 Jahren war die Temperatur nicht so tief.

20 Grad am Wochenende

➔ Polare Kälte: Schuld am Wetter-Debakel ist Tief „Zacharias“. Seit vergangener Woche versorgt es uns mit extremer Kälte aus dem Norden und sehr feuchter Luft aus dem Süden. Derzeit schwebt das Tief über Süditalien. Seine Wirkung wird erst am Wochenende nachlassen. Dann endlich wird das Wetter normaler. Die Temperatur steigt und erreicht wieder 20 Grad.

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Von SW Regen, starker Wind. 8/18°

In den Südstaulagen stauen sich dichte Wolken und es regnet zeitweise, sonst regnet es vorerst nur örtlich und zeitweise scheint vor allem im Osten und in leicht föhnigen Tälern die Sonne. Am kräftigsten regnet es in Osttirol und Oberkärnten. Im Tagesverlauf breiten sich dichtere Wolken und Niederschläge nord- und ostwärts aus, im Nordosten kann es aber gebietsweise noch bis zum Abend trocken bleiben. Stellenweise eingelagerte Gewitter sind an der Alpensüdseite nicht ganz auszuschließen. Der Wind weht mäßig, im Osten und im Bergland häufig auch lebhaft aus Ost bis Süd. Im Westen dreht der Wind bereits auf westliche Richtungen. Tageshöchsttemperaturen im Westen und Süden nur noch 10 bis 15 Grad, sonst noch einmal 16 bis 22 Grad mit den höchsten Temperaturen ganz im Osten. Heute Nacht: Unter Störungseinfluss verlaufen der Abend und die Nacht trüb und regnerisch. Die Schneefallgrenze sinkt im Laufe der Nacht von Westen her auf 1700m bis 1200m Seehöhe. Es kommt vielfach mäßiger bis lebhafter Wind aus West bis Nordwest auf. Nur im Süden ist der Wind meist nur schwach bis mäßig. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen 3 und 11 Grad.
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