10. Juni 2015 | 08:32 Uhr

Tirol

30 Millionen Euro Schaden durch Unwetter

Land und Bund wollen 50 Prozent des Privatschadens übernehmen.

Der Schaden nach den jüngsten Unwettern in Tirol beträgt laut Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) rund 30 Millionen Euro. 50 Prozent des Privatschadens sollen aus Mitteln des Katastrophenfonds übernommen werden. Dies erklärten der Landeshauptmann und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Dienstagabend nach einem Lokalaugenschein in den Gemeinden bei einer Pressekonferenz in Innsbruck.

Diashow: Sellrain: Aufräumen nach dem Unwetter



Rund vier Millionen Euro der geplanten Beihilfe werde das Land Tirol als Soforthilfe ausbezahlen, sagte Platter. Dabei könne man auf Rücklagen zurückgreifen, die seit der Hochwasserkatastrophe 2005 gebildet wurden. Für die Wiederherstellung von Wohnungen und Eigenheimen werde außerdem ein Sonderförderungsprogramm im Rahmen der Wohnbauförderung und der einkommensunabhängigen Wohnhaussanierung aufgelegt.

"Katastrophale Situation"
Von einer "katastrophalen Situation" und einem "wahrlich schrecklichen Anblick" sprachen der Landeshauptmann und die Innenministerin nach ihrem Lokalaugenschein im Sellrain- und im Paznauntal. Finanzminister und Vizekanzler hätten den Betroffenen sofort Hilfe aus dem Katastrophenfonds zugesichert, sagte Mikl-Leitner. Sowohl der Landeshauptmann, als auch die Innenministerin zeigten sich angetan vom Einsatz der Helfer. "Rund 3.000 Menschen sind in den Gemeinden derzeit im Einsatz", fügte Platter hinzu.

"An der Wiederherstellung der Straßenverbindungen wird mit Hochdruck gearbeitet", versichert Straßenbau- und Katastrophenschutzreferent LHStv. Josef Geisler (ÖVP). Die Sellraintalstraße werde jedoch für längere Zeit nicht passierbar sein. Auch das gebrochene Geschiebebecken im Paznauntal soll möglichst rasch wieder aufgebaut werden, sagte Geisler.

Die in der Nacht auf Montag evakuierten Personen seinen großteils bei Freunden und Verwandten unterkommen. "Der Zustand der Häuser und Wohnungen muss nun genau bewertet werden. Erst wenn die Experten Entwarnung geben, können die Menschen wieder zurück in ihre Häuser. Sicherheit ist das oberste Gebot", betonte der Landeshauptmann.

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Von SW Störungsaufzug. -3/+4°

Mit einer schwachen Störungszone von Südwesten her ziehen recht verbreitet Wolkenfelder über den Himmel oder es halten sich Nebel und Hochnebel. An der Alpensüdseite beginnt es im Tagesverlauf immer häufiger zu schneien oder zu regnen und gegen Abend breitet sich der Regen auch in den Osten Österreichs aus. In vielen Regionen besteht Glatteisgefahr. Die Schneefallgrenze liegt von West nach Ost zwischen 800 und 1500m Seehöhe. Nachmittags bessert sich das Wetter im Westen und an der Alpennordseite tendenziell und es gibt sonnige Phasen. Der Wind weht meist schwach. Tageshöchsttemperaturen minus 2 bis plus 7 Grad, mit den höchsten Werten im Westen und mittleren Höhenlagen. Heute Nacht: In der Nacht regnet es zunächst im Südosten und im Osten noch ein wenig, dabei besteht Glatteisgefahr. Die Schneefallgrenze liegt um 1500m Seehöhe. Später bleibt es dann meist niederschlagsfrei, die Wolken lockern aber nur regional ein wenig auf. Über den Niederungen halten sich Nebelfelder hartnäckig. Erst in den frühen Morgenstunden beginnt es im äußersten Südwesten zu schneien. Der Wind weht in den Niederungen meist nur schwach, im Bergland kommt lebhafter Südwind auf. Tiefsttemperaturen minus 10 bis 0 Grad.
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