24. Jänner 2024 | 19:54 Uhr

Sturm kracht auf Auto © Facebook/Freiwillige Feuerwehr Kapfenberg-Hafendorf

Wind-Warnung

Sturm-Unfall: Baum kracht auf fahrenden Pkw

Der Baum fiel unmittelbar auf das Auto-Dach der 62-jährigen Lenkerin. Die Frau blieb unverletzt und fuhr in ihrem Schock vorerst noch einige Kilometer weiter, bevor sie Anzeige bei der Polizei erstattete. Derzeit herrscht Sturm-Warnung in Teilen Österreichs.

Kapfenberg. Am Mittwochnachmittag um etwa 16 Uhr stürzte ein Fichtenbaum auf ein vorbeifahrendes Fahrzeug. Der Baum fiel unmittelbar auf das Pkw-Dach. Die 62-jährige Lenkerin aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag blieb unverletzt. Sie fuhr in ihrem Schock vorerst noch einige Kilometer weiter, bevor sie Anzeige bei der Polizei erstattete. Am Pkw der Frau entstand ein Totalschaden. Auch das Stromkabel einer Straßenlaterne wurde durch den umfallenden Baum durchtrennt. Die Schirmitzbühelstraße war für die Dauer der Aufräumarbeiten durch die Feuerwehr Kapfenberg/Hafendorf rund eine Stunde lang zur Gänze gesperrt.

 

Baum stürzt auf fahrenden Traktor 

Ohlsdorf. Ein vom Sturm umgewehter Baum hat am Mittwoch in Ohlsdorf (Bezirk Gmunden) einen fahrenden Traktor getroffen. Der Stamm schlug die Fahrertüre ein. Der 70-jährige Lenker hatte großes Glück, er blieb unverletzt. Die Höhe des Sachschadens war nicht bekannt. Das teilte die Polizei am Abend mit.

Sturm sorgte für mehrere Feuerwehreinsätze in Niederösterreich

St. Pölten. Eine Sturmfront hat am Mittwoch für mehrere Feuerwehreinsätze in Niederösterreich gesorgt. Seit den Nachmittagsstunden rückten die Helfer rund 40 Mal aus, teilte Klaus Stebal vom Landeskommando am Abend auf APA-Anfrage mit. Am meisten betroffen waren die Bezirke Baden, Neunkirchen und Wiener Neustadt. Bäume mussten von Straßen und Stromleitungen entfernt werden, auch Sicherungsarbeiten waren gefragt.

Alleine zehn Einsätze gab es nach Angaben des Bezirksfeuerwehrkommandos im Raum Baden. Im Traiskirchner Ortsteil Möllersdorf lösten sich Blechteile von einem Mehrparteienhaus, in Weissenbach a. d. Triesting wurde eine Gartenhütte aus Metall von Windböen erfasst und in die Triesting geschleudert. Die losen Teile wurden von der Feuerwehr per Ladekran eingesammelt.

Hier herrscht jetzt Sturm-Warnung

In der kommenden Nacht auf Donnerstag verbleibt der Ostalpenraum in der straffen Nordwestströmung mit stürmischen Böen vor allem auf hohen Lagen sowie am Alpenostrand. Im Warnzeitraum ist mit Windspitzen um 80km/h aus West zu rechnen, in höheren Lagen auch darüber, wie GeoSphere Austria berichtet. Die Sturm-Warnung des Wetterdienstes ist vorerst bis Donnerstag 22 Uhr aufrecht.

Sturm-Warnung © GeoSphere Austria

Mögliche Auswirkungen

Laut GeoSphere Austria sind in den Warngebieten folgende Sturm-Auswirkungen möglich: 

  • Äste können herabstürzen und Gegenstände herumgewirbelt werden.
  • Erhöhte Unfallgefahr durch starken Seitenwind auf Brücken und exponierten Straßenzügen, insbesondere für LKW oder bei Fahrten mit großen Anhängern 

Der Niederschlagsschwerpunkt verlagert sich entlang der Alpennordseite zunehmend in den Westen Österreichs. Hier sinkt die Schneefallgrenze im Mostviertel vorübergehend auf 100m ab, in der Silvretta bleibt sie auf 2000m. Nach Osten zu ist es veränderlich bis stark bewölkt und niederschlagsfrei. Tiefsttemperaturen je nach Wind plus 8 bis minus 4 Grad. 

Sturm und Schnee am Donnerstag

In der anhaltend straffen Nordwestströmung kommt am Donnerstag eine Störungszone über der Westhälfte Österreichs zu liegen. Dabei schneit und regnet es am Vormittag zwischen Vorarlberg und dem Mostviertel, bis zum Abend verlagert sich der Niederschlagsschwerpunkt zunehmend in den Westen. Die Schneefallgrenze liegt dabei am Alpenostrand um 1.000m, im Westen um 2.000m. Im Osten und Südosten Österreichs verläuft der Tag recht sonnig und niederschlagsfrei. Anhaltend kräftiger Westwind bläst am Alpenostrand. Frühtemperaturen minus 2 bis plus 8 Grad, die Tageshöchsttemperaturen 6 bis 13 Grad.

Am Freitag steht ein insgesamt trüber und in vielen Teilen regnerischer Tag bevor. In der anhaltenden Nordwestströmung ziehen Störungszonen rasch über Österreich. Nach Abzug einer Warmfront am Vormittag erreicht bis zum Abend bereits die nächste Kaltfront den Westen und Norden. Dabei steigt die Schneefallgrenze stetig von Westen her an und liegt am Nachmittag zwischen 1400 und 2000m. Der Westwind bläst nur noch am Alpenostrand lebhaft. Frühtemperaturen minus 4 bis plus 5 Grad, die Tageshöchsttemperaturen 6 bis 12 Grad.