28. Dezember 2016 | 19:25 Uhr

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130 km/h

Sturm hinterließ Mega-Chaos

Wind ließ im Laufe des Tages nach, sodass das Weltcup-Rennen nicht gefährdet war.

Die orkanartigen Böen von Sturmtief „Barbara“ haben in der Nacht in vielen Städten eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Sogar der Weltcup-Rennstrecke am Semmering (Bez. Neunkirchen) haben sie massiv zugesetzt. Dutzende Helfer standen seit dem frühen Morgen im Einsatz, um die zerstörten Zäune und Streckenbegrenzungen wiederaufzubauen.

Auch die Südbahn war am Semmering unterbrochen. Ein Baum war gegen 17.00 Uhr auf die Strecke zwischen der Klamm Schottwien und Breitenstein gestürzt. Die ÖBB richteten zwischen Gloggnitz und Mürzzuschlag einen Schienenersatzverkehr ein. Reisende brauchten um bis zu zwei Stunden länger. Nach 21.00 Uhr war die Strecke wieder - vorerst einspurig - befahrbar.

Chaos
Der mit rund 130 km/h wütende Sturm richtete auch in tiefer gelegeneren Ortschaften großes Chaos an: In Ternitz musste eine umgestürzte Föhre von einem Radweg beseitigt werden. In Gloggnitz musste die Tafel einer Tankstelle repariert werden, da sie gefährlich über dem Gehsteig hing.

In St. Lorenzen in der Steiermark stürzte sogar eine Werbetafel auf eine Passantin (74). Der Aufsteller war zwei mal sieben Meter groß, weshalb sich die Seniorin nicht mehr von alleine befreien konnte. Die Dame zog sich Verletzungen an der Schulter zu.

Neuschnee
Für viele Skifahrer und Tourengeher beginnt jetzt endlich der lang ersehnte Winter: Denn in Teilen des Landes - von den Salzburger Tauern bis zur Rax - ist im Laufe des Mittwochs 30 bis 50 Zentimeter Neuschnee heruntergekommen.

 

 

Gar bis zu 80 Zentimeter Neuschnee gab es in den höheren Lagen am Hochkar. 50 Zentimeter meldeten Lackenhof am Ötscher, Mönichkirchen oder Annaberg.

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Tiefster Winter in der steirischen Ramsau (Foto: Webcam)

Vor allem in der Steiermark mischte aber auch der Sturm mit. In mehreren Skigebieten mussten Lifte vorübergehend ihren Betrieb einstellen. Am Donnerstag beruhigt sich das Wetter aber, Hoch "Yörn" übernimmt das Kommando und bringt bis zum Neujahrstag Sonne pur.

Wermutstropfen: Die Lawinengefahr ist wegen der Schneeverwehungen hoch. Skifahrer sollten nur auf gesicherten Pisten ins Tal fahren.

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