02. Februar 2020 | 12:47 Uhr

Sturm Oberösterreich Schwertberg © APA/FF SCHWERTBERG/FOTOKERSCHI.AT

Zug-Crash, Stromausfälle & Co.

Sturm-Front sorgt für Chaos in Teilen Österreichs

91 Feuerwehren waren in Oberösterreich im Einsatz. 18.000 Haushalte waren vorübergehend ohne Strom.

Eine Kaltwetterfront mit Sturmböen um die 100 km/h hat die Feuerwehren in weiten Teilen Oberösterreichs in der Nacht auf Sonntag auf Trab gehalten. In Piberbach (Bezirk Linz-Land) rammte ein Zug einen auf die Oberleitung gestürzten Baum. Die fünf sich im Zug befindenden Personen wurden von der Feuerwehr evakuiert. In Teilen des Landes kam es vorübergehend auch zu Stromausfällen.

Kurz vor 2.00 Uhr früh gingen die ersten Alarme in der Landesfeuerwehrzentrale ein. "Die Notrufe gingen dann bis rund 6.00 Uhr früh bei uns ein. Danach meldeten sich nur mehr vereinzelt Leute, die noch den ein oder anderen Sturmschaden entdeckten", sagte Anton Kitzmüller vom Landesfeuerwehrkommando Sonntagmittag gegenüber der APA. Es war mit Ausnahme von den Bezirken Gmunden und Schärding ganz Oberösterreich betroffen. Die meisten Einsätze absolvierten die Feuerwehren in den Bezirken Urfahr-Umgebung sowie Wels-Land.

Schwertberg © APA/FF SCHWERTBERG/FOTOKERSCHI.AT

Insgesamt waren bis Sonntagmittag 91 Feuerwehren 95 Mal im Einsatz. Neben ein paar kleineren Auspumparbeiten mussten überwiegend umgestürzte Bäume von Straßen geräumt werden. In Schwertberg (Bezirk Perg) deckte der Sturm das Dach eines Einfamilienhauses an mehreren Stellen ab.

ZUG-Crash Piberbach © Laumat.at/Matthias Lauber
 

Zug-Crash in OÖ nach umgestürztem Baum

In Piberbach stürzte durch den Sturm ein Baum in die Gleisanlage zwischen Kematen und Neuhofen an der Krems. Gegen 5.00 Uhr prallte ein Nahverkehrszug der ÖBB gegen den umgestürzten Baum und kam in Folge zum Stillstand. Die fünf sich im Zug befindenden Personen - drei Fahrgäste, der Lokführer sowie der Zugbegleiter - mussten rund zwei Stunden im Zug ausharren und wurden gegen 7.00 Uhr von der Feuerwehr unverletzt aus dem Zug evakuiert, so Robert Hollnsteiner, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Piberbach gegenüber der APA.

Die Oberleitung wurde durch den Unfall auf einer Länge von 50 bis 100 Metern beschädigt. Die Arbeiten werden laut ÖBB-Pressestelle noch bis Sonntagabend dauern. Es wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Der leicht beschädigte Zug wurde Sonntagvormittag Richtung Linz abgeschleppt.

Der Sturm verursachte auch Stromausfälle in ganz Oberösterreich. Ab 2.00 Uhr morgens waren etwas mehr als eine Stunde rund 18.000 Haushalte in Oberösterreich betroffen, teilte die Energie AG Sonntagvormittag in einer Aussendung mit. Bis Sonntagmittag konnte die Stromversorgung überall wieder hergestellt werden, hieß es auf APA-Nachfrage.

 

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Leicht unbeständig. 15/27°

Nach teils noch längerem Sonnenschein breiten sich von Westen und Nordwesten her am Nachmittag ausgedehnte Wolkenfelder aus und erreichen auch den Osten und Süden. Dazu regnet es gebietsweise leicht und teils schauerartig, abends auch im Osten und Süden. Im Süden sind abends außerdem vereinzelt Gewitter möglich. Der Wind weht schwach bis mäßig, in Ober- und Niederösterreich zeitweise auch lebhaft aus westlichen Richtungen. Nachmittagstemperaturen 22 bis 27 Grad. Heute Nacht: Abends und in der Nacht ist es bei wechselnder Bewölkung oft leicht unbeständig mit ein paar Schauern. Im Süden und Südosten kann es lokal noch gewittern. Der Wind lässt generell etwas nach, stellenweise weht er noch schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen. Tiefsttemperaturen 11 bis 17 Grad.
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