12. Mai 2016 | 08:36 Uhr

borke3.jpg © BFW / Hannes Krehan

Forst

Stoppen Eisheilige die Borkenkäfer-Invasion?

Hoffen auf nass-kühles Wetter gegen die Schädlinge.

Gute Voraussetzungen herrschen zum Leidwesen der Forstwirtschaft für den Borkenkäfer. "Durch die Witterungsbedingungen konnte sich auch eine zweite, häufig sogar eine dritte Käferpopulation fertig entwickeln und in Folge den Winter erfolgreich überdauern", warnte Gernot Hoch vom Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) am Mittwoch per Aussendung. Jetzt heißt es auf nass-kühles Wetter hoffen.

Das Wetter der nächsten Wochen werde nämlich nun die Entscheidung bringen, wie es mit der Käferplage weitergeht. Regen und kalte Witterung bremsen den auch Buchdrucker genannten Schädling in seiner Entwicklung und brächten nach dem Sommer 2015 eine Erholung für die durch die Trockenheit geschwächten Waldbäume, schrieb das BFW.

Die zwei bis acht Millimeter kleine, achtzähnige Fichtenborkenkäfer ist einer der gefährlichsten Schädlinge für die Forstwirtschaft. Jedes Jahr im April bis Mai verlassen die Insekten ihr Winterquartier, das sich unter der Rinde der namensgebenden Baumart oder im Waldboden befindet. Normalerweise suchen sie nach geschwächten Bäumen, um dort eine neue Generation zu gründen. Bei einer größeren Population werden aber nach und nach auch gesunde Bäume befallen. Dort bohren sie sich durch die Rinde ein, bilden lange Fraßgänge im Bast und legen ihre Eier ab. Die Schädlinge können so in einem Sommer ganze Baumbestände zum Absterben bringen.

Betroffen sind in erster Linie Gebiete im Alpenvorland in Ober- und Niederösterreich und Salzburg, sowie im Burgenland und den tieferen Regionen Kärntens und der Steiermark. In Gebieten wo der Wintereinbruch vor zwei Wochen durch Schneebrüche massive Schäden im Wald verursacht hat, sollten die Waldbesitzer besonders wachsam sein. „Wenn gebrochenes Material von Fichten nicht rechtzeitig aus dem Wald entfernt werden kann, dann können die Käfer, die jetzt gerade unterwegs sind, dieses Material befallen und sich dort sehr stark entwickeln“, so Hoch.
 

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Immer wieder Regenschauer. 4/15°

Eine atlantische Störungszone zieht heute tagsüber in abgeschwächter Form über Österreich. Am Nachmittag lockern die Wolken im Westen teils wieder auf, in der Osthälfte ist es mit verbreiteten Regenschauern stark bewölkt. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 1500 und 1900m. Zwischenzeitliche Auflockerungen lassen Haufenwolken wieder anwachsen und neuerlich Regenschauer entstehen, im Südosten sind auch ein paar Blitze möglich. Der Wind aus West bis Nordwest und frischt im Donauraum lebhaft auf. Nachmittagstemperaturen 11 bis 18 Grad. Heute Nacht: Im Süden und Südosten halten sich noch Restwolken und anfangs gehen dort noch Schauer nieder. Sonst verläuft die Nacht vielfach gering oder veränderlich bewölkt. Zum Morgen hin bilden sich lokale Nebelfelder. Der Wind weht schwach. Tiefsttemperaturen der kommenden Nacht minus 2 bis plus 5 Grad.
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