30. Juni 2014 | 13:10 Uhr

junisommer.jpg © APA/dpa-Zentralbild; TZOe Raunig

Extremsommer

Sonnigster Juni seit 11 Jahren

Dieser Sommer schlägt schon jetzt alle Rekorde!

Der heurige Juni war der sonnigste seit elf Jahren. Österreichweit gesehen brachte er gleich 20 Stunden Sonnenstunden mehr als im vieljährigen Mittel, bilanzierten die Experten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Montag.

"So sonnig war es in einem Juni zuletzt im Jahr 2003. Die sonnigste Wetterstation war in diesem Juni Rohrspitz am Bodensee mit 326 Sonnenstunden", so Alexander Orlik von der ZAMG.

Auch die Temperatur lag in diesem Monat deutlich über dem vieljährigen Mittel. Der Grund dafür lag aber in einer einzigen markanten Hitzewelle, sagte Klimatologe Orlik: "Die meiste Zeit des Monats war die Temperatur durchschnittlich. Aber von 7. bis 13. Juni gab es in vielen Regionen die für Anfang Juni heißesten Tage der Messgeschichte. Das wirkt sich deutlich in der Monatsbilanz aus, mit einem Temperatur-Plus von einem Grad über dem vieljährigen Mittel." Die höchste Temperatur des Monats war 35,7 Grad, gemessen am 9. Juni in Innsbruck und am 11. Juni in Neusiedl/See.

Der flächendeckende Regen am Ende des Monats änderte nichts an der sehr unterschiedlichen Niederschlagsverteilung in diesem Juni. Orlik: "Im Süden war es stellenweise überdurchschnittlich feucht. Zum Beispiel gab es entlang der Drau und in der südlichen Steiermark um 25 bis 40 Prozent mehr Niederschlag als im vieljährigen Mittel. An der Wetterstation Klagenfurt wurde sogar um 80 Prozent mehr Niederschlag als im Mittel gemessen, dafür ist vor allem das heftige Unwetter am 23. Juni verantwortlich."

Zu trocken war es im Juni 2014 größtenteils an der Nordseite der Alpen, in Niederösterreich und Oberösterreich zum Beispiel mit einem Niederschlags-Minus von 50 bis 75 Prozent. Vereinzelt war es noch trockener, wie in Ried im Innkreis mit einem Regen-Minus von 77 Prozent. Der absolut trockenste Ort Österreichs war Retz mit nur 18 Millimeter Regen im gesamten Monat.

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Immer wieder Regenschauer. 4/15°

Eine atlantische Störungszone zieht heute tagsüber in abgeschwächter Form über Österreich. Am Nachmittag lockern die Wolken im Westen teils wieder auf, in der Osthälfte ist es mit verbreiteten Regenschauern stark bewölkt. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 1500 und 1900m. Zwischenzeitliche Auflockerungen lassen Haufenwolken wieder anwachsen und neuerlich Regenschauer entstehen, im Südosten sind auch ein paar Blitze möglich. Der Wind aus West bis Nordwest und frischt im Donauraum lebhaft auf. Nachmittagstemperaturen 11 bis 18 Grad. Heute Nacht: Im Süden und Südosten halten sich noch Restwolken und anfangs gehen dort noch Schauer nieder. Sonst verläuft die Nacht vielfach gering oder veränderlich bewölkt. Zum Morgen hin bilden sich lokale Nebelfelder. Der Wind weht schwach. Tiefsttemperaturen der kommenden Nacht minus 2 bis plus 5 Grad.
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