12. Dezember 2016 | 12:49 Uhr

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Prognose

So steht es um weiße Weihnachten

Für viele gehört der Schnee einfach zu dem Fest. Ob dieser Wunsch heuer in Erfüllung geht?

Knapp zwei Wochen vor dem Heiligen Abend sind heuer eher keine weißen Weihnachten in Sicht. Ab Donnerstag sieht es bis weit in die nächste Woche hinein nach stabilem Hochdruckwetter aus, prognostizierte die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Montag. Damit zeichnen sich im Flachland und in vielen Tälern grüne Weihnachten ab und somit statistisch gesehen "normale" Weihnachten.

   "Weiße Weihnachten sind in tiefen Lagen seltener geworden", erläuterte Klimatologe Alexander Orlik in einer Aussendung. "Im Zeitraum von 1951 bis 1982 gab es in den Landeshauptstädten noch doppelt so oft einen 24. Dezember mit einer geschlossenen Schneedecke wie im Zeitraum von 1983 bis heute. In tiefen Lagen hat sich die Chance auf weiße Weihnachten somit in den letzten Jahrzehnten halbiert."

   Neben dem Klimawandel spielt dabei aber auch eine Besonderheit der 1960er-Jahre mit. "Die 60er-Jahre brachten viele relativ kalte Winter. Das wirkt sich auf diese Statistik natürlich stark aus. Von 1961 bis 1965 zum Beispiel war Österreich zu Weihnachten fast jedes Jahr flächendeckend weiß. In Klagenfurt lag sogar von 1961 bis 1971 jedes Jahr am 24. Dezember Schnee", sagte Orlik.

   In den Landeshauptstädten waren weiße Weihnachten in den vergangenen 30 Jahren relativ selten. Statistisch gesehen gibt es in Wien, Eisenstadt und St. Pölten nur jedes fünfte Jahr am 24. Dezember eine geschlossene Schneedecke. Bregenz, Salzburg, Linz, Graz und Klagenfurt sind durchschnittlich jedes dritte Jahr weiß. Am besten stehen die Chancen in Innsbruck, hier liegt statistisch gesehen jedes zweite Jahr am 24. Dezember Schnee.

   Auch die Schneehöhen gingen im Großteil Österreichs in den vergangenen Jahrzehnten zurück. "Österreichs Weihnachtsrekord zum Beispiel, mit 96 Zentimeter Schnee in Innsbruck, stammt aus dem Jahr 1961. Die höchste Schneehöhe der letzten 30 Jahre war in Innsbruck dagegen nur 30 Zentimeter im Jahr 2005", hielt Orlik fest. Eine Ausnahme mit Rekorden aus der jüngeren Vergangenheit bildet der Süden des Landes. 1994 lagen in Graz 53 und in Klagenfurt 47 Zentimeter Schnee.

   Für diesen Mittwoch erwarten die Meteorologen der ZAMG nochmals ein wenig Neuschnee, bei einer Schneefallgrenze von 600 bis 1.200 Meter. Das dann folgende Hochdruckwetter bringt auch kommende Woche noch viel Sonnenschein auf den Bergen und einige Nebelfelder in den Niederungen.
 

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Viel Sonne, im Südosten länger bewölkt. 4/17°

Unter Zwischenhocheinfluss setzt sich in den meisten Landesteilen sonniges und trockenes Wetter durch. Vor allem im Südosten halten sich jedoch Störungsreste in Form von ein paar dichteren Wolken oder hochnebelartiger Bewölkung länger. Hier kann sich im Laufe des Nachmittags die Sonne nur langsam behaupten. Während der Abendstunden treffen schließlich von Westen erste dichtere Wolken einer Störung ein, die mitunter in Tirol und Vorarlberg lokalen Regen bringen. Der Wind weht schwach bis mäßig, meist aus Ost bis Südwest bei Nachmittagstemperaturen zwischen 11 und 24 Grad. Die höchsten Temperaturen werden in den westlichen Landesteilen gemessen. Heute Nacht: In der Nacht auf Sonntag erreichen Wolken einer schwachen Störung von Westen Österreich und breiten sich bis zum Morgen langsam ostwärts aus. Während der Morgenstunden kann es vor allem in Tirol und Vorarlberg örtlich mitunter auch regnen. In Teilen der Steiermark sowie generell am Alpenostrand muss außerdem mit lokalen Nebelfeldern gerechnet werden. Bei schwachem bis mäßigem Wind aus Ost bis Süd sinken die Temperaturen auf plus 12 bis minus 2 Grad.
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