07. Jänner 2019 | 09:51 Uhr

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Pongau

Skifahrer im Tiefschnee tödlich verunglückt

Urlauber im freien Gelände  gestürzt und im Schnee festgesteckt 

Ein Skifahrer ist am Sonntag im freien Gelände abseits der Pisten im Skigebiet von Zauchensee (Pongau) tödlich verunglückt. Der 35-jährige Slowene dürfte bei der Variantenabfahrt gestürzt sein. Er blieb im mehr als einen Meter hohen Tiefschnee stecken. Bergretter bargen den Verschütteten mithilfe der Pistenrettung. Die Reanimationsversuche der Einsatzkräfte waren vergeblich.
 
Als Freunde des Slowenen am Nachmittag bemerkten, dass er nach der Tiefschneeabfahrt im Tauernkar nicht bei der Liftstation eingetroffen war, fuhren sie die Strecke nochmals ab. Sie entdeckten den Verschütteten auf einer Seehöhe von rund 1.750 Metern rund 250 Meter unterhalb der Rauchkopfhütte und alarmierten die Einsatzkräfte. "Wir waren mit drei Bergrettern in fünf Minuten vor Ort. Der Skifahrer war komplett verschüttet", schilderte der Ortsstellenleiter der Bergrettung Altenmarkt, Thomas Gotthardt, im Gespräch mit der APA.
 
Weil die Bergrettung wegen der prekären Wetter- und Lawinensituation in Zauchensee Bereitschaft hatte, trafen bereits nach zehn Minuten weitere vier Bergretter bei dem Verunglückten ein. Die Bergretter begannen sofort mit der Reanimation und setzten dabei einen Defibrillator ein. Zwei Notärzte, zwei Notfallsanitäter und Pistenretter der Liftgesellschaft Zauchensee eilten ebenfalls zu Hilfe. Der Slowene wurde in einem Akia mit einer Seilwinde bergwärts gezogen, in eine geheizte Hütte gebracht und laut Einsatzkräfte zwei Stunden lang reanimiert. Doch schließlich konnte ein Arzt nur noch den Tod des Mannes feststellen.