24. Juni 2016 | 08:45 Uhr

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Bauernregel

Siebenschläfertag: Wie wird der Sommer?

Eine alte Bauernregel sagt den Sommer vorher - stimmt sie?

Montag könnte ein Lostag für unser Sommer-Wetter sein. Der 27. Juni ("Siebenschläfertag") ist für eine Bauernregel bekannt, die den Sommer vorhersagen soll: "Regnet es am Siebenschläfertag, es sieben Wochen regnen mag."

ZAMG-Daten der letzten 50 Jahre mit der Annahme "Regen von zumindest einem Millimeter am 27. Juni bringt von 28. Juni bis 15. August überdurchschnittlich viele Regentage" ergaben folgende Trefferquoten: Innsbruck 25 Prozent, Klagenfurt 29 Prozent, Salzburg 38 Prozent, Wien 55 Prozent.

Das ist eine geringere Trefferquote als bei einem rein zufälligen Münzwurf. Bei einer etwas freieren Auslegung der Bauernregel lässt sich aber ein Stück meteorologische Wahrheit entdecken.

Denn: Wenn sich Ende Juni bis Anfang Juli eine stabile Hochdruck-Wetterlage über Europa einstellt, stehen die Chancen gut, dass sie bis weit in den Juli hinein hält. Umgekehrt gilt: Eine wechselhafte Wetterlage zu dieser Zeit kann sich ebenfalls für einige Zeit halten.

Heuer ist diese Entscheidung noch nicht gefallen. Noch lässt sich nicht eindeutig sagen, in welche Richtung sich die Großwetterlage nächste Woche entwickelt. Eine größere Schlechtwetterlage zeichnet sich allerdings nicht ab.

Dass der Siebenschläfer-Tag am 27. Juni nur wenig treffsicher ist, liegt aber wohl weniger an der Bauernregel an sich, sondern an der Gregorianischen Kalenderreform aus dem Jahr 1582, als man einige Tage der Umstellung halber ausfallen ließ. "Echter" Siebenschläfertag ist darum eigentlich der 7. Juli.

Legende von sieben schlafenden Jünglingen

Der Name "Siebenschläfertag" geht im Übrigen auf eine Legende von sieben schlafenden Jünglingen zurück. Zur Zeit der Christenverfolgung sollen sie sich im Jahr 251 in eine Berghöhle in Ephesus versteckt haben. Von ihren Häschern entdeckt und eingemauert, schliefen sie dort ganze 195 Jahre. Am 27. Juni 446 wurden sie zufällig entdeckt, erwachten wieder und bezeugten den Glauben an die Auferstehung. Viel Freude hatten sie nicht an ihrem neuen Leben, denn die Jünglinge starben der Legende zufolge kurz nach ihrer wundersamen Rettung. Sie wurden lange als Heilige verehrt und galten sinnigerweise als Schutzpatrone gegen Schlaflosigkeit.

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