30. August 2016 | 07:48 Uhr

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Gewitterfront

Schwere Unwetter: Hagel und Flut

Vor allem in der Steiermark richteten Starkregen und Hagel große Schäden an.

Nach der Mini-Hitzewelle vom Wochenende mit 33 Grad rollte eine Gewitterfront über Österreich. Es begann im Westen mit überfluteten Kellern in Vorarlberg und Muren in Tirol.



Am Montagnachmittag traf es die Steiermark und Kärnten mit voller Wucht: orkanartige Windböen, Starkregen, Hagel, Blitz und Donner. 120 Einsätze gab es für die Feuerwehr in den Bezirken Graz-Umgebung und Leibnitz.

In Kalsdorf stand noch am Abend eine Unterführung unter Wasser. Neben umgestürzten Bäumen wurde auch ein Hühnerstall in Rattenbergbach völlig überflutet.

Laut der Österreichischen Hagelversicherung entstand auf einer landwirtschaftlichen Fläche von 2.000 Hektar ein Gesamtschaden in der Höhe von einer Million Euro.

Von den Schäden in der Landwirtschaft betroffen war bisher laut Hagelversicherung insbesondere die Gemeinde St. Veit im Bezirk Leibnitz, aber auch in den Bezirken Graz-Umgebung und Südoststeiermark seien Schäden zu verzeichnen.

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Hagel an Kürbis, St. Veit/Leibnitz; Foto: Hagelversicherung

 

Überschwemmungen und Vermurungen in Kärnten

In Kärnten waren vor allem das Gegendtal mit den Gemeinden Afritz, Treffen und Arriach, Wolfsberg mit den Ortschaften St. Margarethen und Feldkirchen betroffen. Rund 500 Feuerwehrleute hatten mit Überschwemmungen und Vermurungen zu kämpfen.

Am Dienstag waren die Aufräumarbeiten im Gange. In Arriach und Wolfsberg waren die Feuerwehren seit 7.00 Uhr im Einsatz, im Gegendtal wurde zusätzlich die Hilfe des Bundesheers angefordert.
 

Murenabgänge nach schweren Unwettern in Tirol

In Pfunds im Oberland verlegte eine Mure die Reschenstraße, bei einem darunterliegenden Feldweg wurde eine Brücke weggerissen, auch eine Wasserleitung wurde beschädigt. Gleichzeitig ging in Vorderlanersbach im Zillertal eine Geröll- und Schlammlawine ab. Im Bereich der Rastkogelbahn wurden zwei Gasthöfe evakuiert, weil das Auffangbecken des Nigglasbaches überzulaufen drohte. In Stumm kam es zu einer Hangrutschung, bei Längenfeld ebenfalls zu einem Murenabgang und im dortigen Ortsteil Burgstein zu einem Felssturz. auf der Ötztalstraße wurde ein Auto mitgerissen. Der Lenker konnte sich zum Glück selbst befreien und blieb unverletzt.

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Verklausung der Tuxer-Landesstraße bei der Brücke "Nigglasbach"; Foto: zoom-tirol

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Im W Schneefall, sonst etwas Sonne, 0/8°

Entlang und nördlich des Alpenhauptkammes bis ins südwestliche Niederösterreich schneit es immer wieder, oft auch anhaltend. Abseits der Staulagen ziehen im Norden und Osten ein paar Regen- und Schneeschauer durch. Die Schneefallgrenze liegt dabei zwischen 300 und 700m Seehöhe. Wetterbegünstigt ist der Süden, hier bleibt es meist trocken und zeitweise zeigt sich sogar die Sonne. Der Wind weht mäßig bis lebhaft, in exponierten Lagen und am Alpenostrand auch kräftig aus Nordwest. Tageshöchsttemperaturen 2 bis 11 Grad, mit den höchsten Werten im Südosten. Heute Nacht: In der Nacht auf Mittwoch schneit es vor allem entlang und nördlich des Alpenhauptkammes noch ein wenig, überall sonst bleibt es schon trocken. Die Wolken halten sich aber meist recht hartnäckig, erst zum Morgen hin lockert es von Nordosten her etwas auf. Der Wind bläst im Süden und Südosten, besonders in exponierten Lagen, zunächst noch lebhaft bis kräftig aus Nordwest, lässt nach Mitternacht aber nach. Tiefsttemperaturen minus 4 bis plus 5 Grad.
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