07. Juli 2020 | 09:01 Uhr

ff.jpg © Screenshot (Facebook/Feuerwehr Eberstein)

Alleine 102 Einsätze in Kärnten

Schwere Unwetter forderten Österreichs Einsatzkräfte

Umgestürzte Bäume und Überflutungen am Montagabend - Haus im Lavanttal massiv beschädigt - Vorübergehende Stromausfälle und Straßensperren.

Klagenfurt. Unwetter mit Sturmböen und Starkregen haben am Montagabend in Kärnten für 102 Feuerwehreinsätze gesorgt. Betroffen waren die Mitte und der Osten des Landes, hieß es am Dienstag bei der Landesalarm- und Warnzentrale. Meist hatten es die Einsatzkräfte mit umgestürzten Bäumen und Überflutungen zu tun. Im Lavanttal stürzten Bäume auf ein Haus. Das Dach erlitt so schweren Schaden, dass Wasser eintrat.
 
 
Bei den Bäumen handelte es sich um zwei zwölf bis 15 Meter hohe Fichten, die das Unwetter entwurzelt hatte. Die Höhe des Schadens an dem abgelegenen Einfamilienhaus in der Gemeinde Frantschach-St. Gertraud (Bezirk Wolfsberg) war zunächst nicht abschätzbar, hieß es von der Polizei. Ebenfalls gegen 20.00 Uhr wurde die Packer Straße (B70) nördlich von St. Gertraud großflächig vermurt, ebenfalls mit mehreren umgestürzten Bäumen. Die Straße war für rund drei Stunden gesperrt. Bei den Aufräumarbeiten waren Bagger im Einsatz.
 
Im Raum Klagenfurt waren laut einer Aussendung der Stadtwerke vorübergehend 600 Haushalte ohne Strom. Ein Baum war auf eine 20-KV-Freileitung gestürzt. Betroffen waren Rain, Poggersdorf, Gottesbichl und Nessendorf.
 
 
Im Stadtgebiet von St. Veit an der Glan lockerten die orkanartigen Sturmböen Dachziegel, die auf die darunterliegende Fußgängerzone stürzten. Ein Ziegel krachte laut Polizei direkt vor einem Passanten auf den Boden. Die Feuerwehr sicherte die Stelle am Dach mithilfe einer Drehleiter, der Gefahrenbereich wurde abgesperrt. Menschen kamen nicht zu Schaden.
 
Mehrere Bäume stürzten nördlich von St. Veit an der Glan bei Breitenstein auf die Friesacher Straße (B317). Bis die Feuerwehr die Fahrbahn wieder freigeräumt hatte, gab es auch hier eine Straßensperre, die etwa eine Stunde andauerte. Und die Eisenbahnunterführung in Glandorf wurde überflutet, das Wasser stand einen halben Meter hoch. Die Feuerwehr pumpte das Wasser ab, für etwa eine Stunde wurde der Verkehr örtlich umgeleitet.
 
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