29. Dezember 2015 | 12:32 Uhr

hubschrauber6.jpg © TZ ÖSTERREICH (Archiv)

Mehrere Verletzte

Schwere Ski-Unfälle auf Salzburgs Pisten

Gefährliche Situationen durch Schnellfahrer auf harten Kunstschneepisten.

Die Serie von schweren Unfällen auf Salzburgs Skipisten reißt nicht ab. In Bad Gastein kam es amMontag zu vier Kollisionen von jeweils zwei Skifahrern, wobei zwei Personen schwer verletzt wurden.

Im Skigebiet von Flachauwinkl rammte ein Bobfahrer auf einer Piste am Shuttleberg eine Schneeschuhwanderin, die talwärts ging. Die 76-jährige Deutsche erlitt eine Rippenprellung.

Laut Polizei war die Schneeschuhwanderin am Vormittag am linken Rand einer flachen Piste unterwegs. Der 21-jährige Slowene konnte seinen Skibob nicht mehr rechtzeitig bremsen und stieß von hinten gegen die Wanderin.

Am frühen Nachmittag kollidierten dann ebenfalls in Flachauwinkl zwei Mädchen aus Deutschland mit einer Russin. Dabei wurde eine Achtjährige am Oberschenkel verletzt. Wenige Minuten später verlor im Skigebiet von Flachau ein 21-jähriger Deutscher die Kontrolle über sein Snowboard. Er rammte gleich zwei Skifahrer, eine 46-jährige Dänin und einen zwölfjährigen Belgier. Die Dänin erlitt Brüche im Schulterbereich, auch der Bub wurde verletzt.

Schwere Unfälle in Bad Gastein

In Bad Gastein wurden bei den Zusammenstößen auf den Pisten ein 52-jähriger Skifahrer aus Deutschland an der Wirbelsäule schwer verletzt. Eine 67-jährige Deutsche erlitt schwere Kopfverletzungen. Die Frau hatte laut Polizei keinen Helm getragen. Eine 36-jährige Niederösterreicherin wurde von einem Unbekannten niedergefahren. Sie erlitt eine Gehirnerschütterung und Prellungen an der Schulter.

Ärzte im Dauereinsatz

Die Ärzte in Salzburgs Spitälern haben derzeit alle Hände voll zu tun, allein im Krankenhaus Schwarzach im Pongau wurden über die Weihnachtsfeiertage bis zu 100 verletzte Wintersportler täglich versorgt. Derzeit spielt sich das Skifahren in Salzburg fast ausnahmslos auf technisch beschneiten Pisten ab, weil seit Tagen kein Neuschnee mehr gefallen ist. Obwohl die Pisten teils sehr hart und wegen der begrenzten Beschneiungskapazität auch enger sind und außerdem auch zahlreiche Skifahrer unterwegs sind, drosseln einige ihr Abfahrtstempo nicht, was gefährliche Situationen hervorruft.
 

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