22. Februar 2021 | 07:53 Uhr

saharastaub.jpg © APA/ROBERT PARIGGER/Symbolbild

Tonnen im Anflug

Sahara-Staub: Jetzt sehen wir rot

Autos, Straßen und Himmel - alles könnte schon bald rot eingefärbt sein. 

Nebeneffekt der Hitze: Tonnen von blutrotem Wüstensand aus der Sahara waren am Wochenende im Anflug auf Europa. Frühestens heute werden sie hier entladen. Der Hauptteil davon wird in Frankreich landen, aber Ausläufer erreichen fix auch Österreich. Bei einer ähnlichen Wetterkonstellation im Jahr 2010 leuchtete unser Himmel rot (siehe oben). Schneebedeckte Berge und auch die Straßen der Städte waren von einer deutlich sichtbaren roten Schicht bedeckt.

Autowaschen lohnt sich in den nächsten Tagen eher nicht: Sollte der Sand landen, war die Mühe umsonst.

Strecke. Die genaue Flugroute der Wüstenpartikel ist in der Grafik rechts zu sehen. Derzeit weht ein schnurgerader Wind mit dem Sand von Afrika über das Mittelmeer nach Frankreich und dann weiter nach Großbritannien.

2.500 Kilometer. Bis zu uns legt der Sand in einer Höhe von sieben Kilometern eine Strecke von etwa 2.500 Kilometern zurück. Die ganze Reise dauert zwei Tage.

Druck der Winde. Sobald die rote Fracht unseren Luftraum erreicht, wird die Flugbahn laut aktuellen Prognosen von Föhnwinden beeinf lusst. Je nach Stärke der Böen wird der Sand auf die Erde gedrückt. Das meiste wird wohl im Westen Österreichs abgeladen.

So kommt der Staub zu uns

  • Starker Sturm wirbelt den Sand in der Sahara auf.
  • Windkanal In 7 km Höhe fliegt der Sand nach Europa.
  • Föhneffekt Unsere Winde drücken Sand auf die Erde. 

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Immer wieder Regenschauer. 4/15°

Eine atlantische Störungszone zieht in abgeschwächter Form langsam über Österreich hinweg. Dabei ist es meist stark bewölkt, ein paar Auflockerungen gibt es am ehesten über dem östlichen Flachland und im Südosten. Außerdem kommt es zunächst vor allem entlang der Alpennordseite und im Nordwesten zu Regen und Regenschauern, die Schneefallgrenze bewegt sich meist zwischen rund 1200 und 1600m Seehöhe. Im Nachmittagsverlauf reißt die Bewölkung vor allem ganz im Westen, aber auch über dem östlichen Flachland wieder auf, die Sonne kommt zum Vorschein. Ein paar mitunter kräftigere Schauer sind dann hauptsächlich in der südlichen Steiermark, in Unterkärnten und dem Südburgenland noch möglich. Der Wind dreht mehrheitlich auf West-Nordwest, meist frischt er nur kurzzeitig mäßig auf, im Donauraum kann er vorübergehend recht lebhaft werden. Frühtemperaturen minus 2 bis plus 7 Grad, Tageshöchsttemperaturen 8 bis 17 Grad.
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