11. Jänner 2017 | 23:30 Uhr

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Bis zu 2.000 Todesopfer befürchtet

Rekord: Schon 100.000 mit Grippe

Zehntausende Österreicher sind dank H3N2-Viren derzeit an ihr Bett gefesselt.

Der Hals brennt, die Nase läuft, der Kopf pocht vor Schmerzen – allein in der letzten Woche haben sich noch einmal 60.000 Österreicher mit der Grippe infiziert, 20.000 davon allein in der Bundeshauptstadt. Mit den bereits Infizierten dürften derzeit 100.000 Menschen in Österreich ans Bett gefesselt sein. Und Experten sind sicher: Das war noch längst nicht alles!

Experte rechnen mit vier weiteren Grippe-Wochen

„Ich rechne damit, dass die aktuelle Grippewelle noch weitere vier Wochen dauern wird“, erklärt Sozialmediziner Michael Kunze im Gespräch mit ÖSTERREICH, und rät gleichzeitig weiterhin zu einer Impfung gegen den derzeit grassierenden H2N2-Virenstamm. Denn: An den Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislaufbeschwerden, Lungenentzündungen und Co. werden auch während der aktuellen Epidemie wieder bis zu 2.000 Österreicher sterben. Kunze: „Wir hätten aktuell weniger Gangbetten in den Spitälern wenn mehr geimpft werden würde!“

Zahl der Neuerkrankungen hoch wie seit 17 Jahren nicht

Zugleich überrolte die aktuelle Influenza-Aktivität Österreich so früh und so heftig wie seit 17 Jahren nicht mehr. Zuletzt war im Jahr 2000 die Anzahl der Neuerkrankungen so hoch wie derzeit.

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Von NW Schneeregenschauer, im S mehr Sonne, 0/+6°

Mit einer Nordwestströmung ziehen wiederholt Schnee- und Schneeregenschauer durch, an der Alpennordseite, besonders in Vorarlberg schneit es oft auch anhaltend. Die Schneefallgrenze bewegt sich zwischen tiefen Lagen und 500m. Weitgehend trocken bleibt es im Süden, hier gibt es auch die meisten sonnigen Auflockerungen. Der Wind weht mäßig, in höheren Lagen auch teils lebhaft aus westlichen Richtungen, von Kärnten bis zum Südburgenland bleibt es eher schwach windig. Nachmittagstemperaturen 0 bis 9 Grad, mit den höchsten Werten im Süden und Südosten.
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