09. Dezember 2020 | 07:30 Uhr

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Wo es heute wieder schneit

Rekord-Schnee: Hier gilt Alarmstufe rot!

Auch am Mittwoch muss man in weiten Teilen des Landes mit Neuschnee rechnen.

Keine Entspannung der Wetterlage gibt es weiterhin  in den vom massiven Neuschnee betroffenen Gebieten in Osttirol und Oberkärnten gegeben. Zahlreiche Straßen waren nach wie vor gesperrt, Haushalte noch immer ohne Strom. Die Lawinengefahr war hoch, laut Lawinenwarndienst galt Warnstufe 4, spontane Lawinenabgänge waren möglich. 
 
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Am Dienstagnachmittag waren vorerst noch 1.200 Osttiroler Haushalte vom Stromnetz abgeschnitten. Als große Herausforderung stellte sich infolge von Straßensperren, Lawinengefahr und hoher Baumbruchgefahr weiter die Zugänglichkeit der Störstellen dar. Seitens der Tinetz-Tiroler Netze GmbH waren alle verfügbaren Personen im Einsatz, man war aber auch vor neuen Störungen nicht gefeit. Nach wie vor bestanden auch zahlreiche Straßensperren.


Probleme mit dem Stromnetz bestanden im Tauern- und im Villgratental sowie in Teilen des Lesachtals, berichtete Tinetz-Sprecher Christian Ammer auf APA-Anfrage. Umgekehrt habe man etwa im Bereich Matrei eine Störstelle beheben können. Am Montag waren noch mehr als 1.000 Haushalte mehr ohne Strom gewesen. Einen Zeitpunkt, zu dem alle Haushalte wieder an der Stromversorgung hängen sollen, konnte Ammer nicht nennen. Wo die Zugänglichkeit nicht gegeben sei, könne man keine Reparaturen durchführen. Umgekehrt behelfe man sich - wo dies möglich sei - mit Notstromaggregaten. Offen war auch, ob etwa neue Störstellen dazukommen. "Es hat wieder zu schneien begonnen, die Baumlast ist extrem", sagte Ammer.

Weiter Schnee-Chaos in Österreich: Schulen zu, Stromausfälle & Lawinengefahr © APA/EXPA/JFK  Ein Polizei-Helikopter bei Vorbereitungen für einen Versorgungsflug in Matrei (Osttirol).

Schulen in Oberkärnten bleiben auch am Mittwoch geschlossen

Schulen und Kindergärten in vom heftigen Schneefall betroffenen Gemeinden in den Bezirken Spittal an der Drau und Hermagor werden auch am Mittwoch geschlossen bleiben. Wie der Landespressedienst Kärnten am Dienstag mitteilte, wird aber für Kinder, die trotzdem in die Schulen kommen, eine Betreuung organisiert.

Geschlossen bleiben die Volksschulen Flattach, Mallnitz, Obervellach, Winklern, Stall, Rangersdorf, Großkirchheim, Mörtschach und Kötschach-Mauthen, die Mittelschule Obervellach, das Bildungszentrum Lesachtal, die Musik-Mittelschule Kötschach-Mauthen und die Nationalparkmittelschule Winklern. Die Volksschule Heiligenblut bleibt überhaupt bis Freitag geschlossen.

Alarmstufe rot

 
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In den meisten Landesteilen dominieren zur Wochenmitte dichte Wolken. Bis zum Abend muss außerdem fast überall mit Regen oder Schneeregen gerechnet werden. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 300 und 800m Seehöhe. Der Niederschlagsschwerpunkt verlagert sich von der Alpensüdseite im Tagesverlauf langsam in Richtung Südosten und an den Alpenostrand. Im Norden und Osten bläst zunächst noch mäßiger bis lebhafter Ostwind, sonst ist es eher windschwach. Frühtemperaturen minus 3 bis plus 4 Grad, Tageshöchsttemperaturen 1 bis 6 Grad.
 
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Wiederholen

Die Prognose im Detail:

Kärnten: Am Mittwoch schneit es in der Früh noch verbreitet leicht bis mäßig. Die Schneefallgrenze dürfte überall in den Niederungen liegen. Im Laufe des Vormittags lässt der Schneefall aber meist nach und klingt teilweise schon ab. Bis zum Abend ist es dann im ganzen Land trocken. Die Tageshöchstwerte bewegen sich zwischen 0 und +4 Grad mit den Werten im Lavanttal.
 
Tirol: Es herrscht weiterhin Tiefdruckeinfluss. Damit sind in ganz Tirol die Wolken dicht, rasch kommt auch im Unterland Schneefall auf und somit schneit es tagsüber in ganz Nordtirol leicht bis mäßig. In Osttirol lässt der starke Schneefall ab Mittag deutlich nach. Dazu gibt es winterliche Temperaturen. Tiefstwerte: -6 bis -1 Grad, Höchstwerte: -2 bis +2 Grad.
 
Salzburg: Am Mittwoch sind die Wolken meist dicht, zeitweise schneit es. Nur in ganz tiefen Lagen kann noch Regen dabei sein. Am meisten Niederschlag fällt am Vormittag und dabei vor allem im Pinzgau und entlang der Tauern. Die Frühtemperaturen liegen zwischen -4 und +1 Grad, die Höchstwerte erreichen -2 bis +3 Grad.
 
Steiermark: Am Mittwoch schneit es von Süden her öfter, in tiefen Lagen mischt sich zum Teil auch etwas Regen dazu. Der Schwerpunkt des Niederschlags liegt im Oberen Murtal und im Süden des Landes. Besonders im Bezirk Murau und in höheren Tallagen des Steirischen Randgebirges ist oberhalb von 700m mit nennenswerten Neuschneemengen zu rechnen. Aber auch in tiefen Lagen im Süden kommt etwas nasser Neuschnee dazu. Ein wenig schneit es auch im Mürztal und in Mariazell, im Ennstal und Ausseer Land ist nur mit sehr unergiebigem Regen oder Schnee zu rechnen. Temperaturmaxima 1 bis 4 Grad.
 
Vorarlberg: Es herrscht weiterhin Tiefdruckeinfluss. Damit sind die Wolken dicht und es schneit leicht bis mäßig bis in Rheintal herunter. Dazu gibt es winterliche Temperaturen. Tiefstwerte: -4 bis 0 Grad, Höchstwerte: -1 bis +2 Grad.
 
Wien: Den ganzen Tag bleibt in Wien die Sonne oberhalb von dichten Wolken verborgen. Aus ihnen setzt spätestens am Nachmittag Regen ein, der sich bis zum Abend intensiviert. Der Wind aus Südost weht mäßig. In der Früh rund 3 Grad, tagsüber bis 5 Grad.
 
Niederösterreich: Von der Früh bis zum Abend bleibt der Himmel wolkenverhangen. Von Süden breitet sich im Tagesverlauf allmählich Regen und Schneeregen auf nahezu alle Landesteile aus. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 400 und 800m Seehöhe. Der Wind aus südlichen Richtungen weht mäßig, am Alpenrand auch lebhaft. In der Früh 0 bis 4 Grad, tagsüber 2 bis 6 Grad.
 
Burgenland: Vom Neusiedlersee bis zu den südlichsten Landesteilen dominieren ganztägig dichte Wolken. Außerdem breitet sich im Tagesverlauf von Süden Regen langsam in Richtung Norden aus. Bis zum Abend sinkt die Schneefallgrenze auf Lagen zwischen 300 und 700m Seehöhe ab. Der Niederschlagsschwerpunkt liegt generell in der Südhälfte. Der Wind kommt aus Ost bis Süd und weht schwach bis mäßig. Die Temperaturen steigen von 1 bis 4 Grad in der Früh bis zum Nachmittag auf 3 bis 6 Grad.
 
Oberösterreich: Am Mittwoch ist es meist trüb, letzte föhnbedingte Wolkenlücken im südlichen Bergland schließen sich rasch. Leichte bis mäßige Niederschläge breiten sich im Lauf des Vormittags auf die meisten Landesteile aus. Die Schneefallgrenze liegt um 400 m. Die Frühtemperaturen liegen zwischen -1 und +4 Grad, die Höchstwerte erreichen 1 bis 4 Grad.