13. März 2017 | 10:15 Uhr

Pollen © Getty Images

Saisonstart

Pollen-Alarm über Österreich

Wann welche Pollen gefährlich werden und worauf Allergiker heuer achten müssen.

Über eine Million Österreich können ab jetzt wieder die Taschentücher auspacken. Denn die Pollen sind wieder im Anmarsch. Mit den steigenden Temperaturen, werden die Niesreflexe der Allergiker erneut auf die Probe gestellt. Hautausschlag, juckende Augen oder Atemnot sind nur ein paar der Symptome, die den Frühling für viele zur Hölle macht.

Seit mehr als 40 Jahren gibt es den Pollenwarndienst (http://www.pollenwarndienst.at), der via Pollenfallen und gleichzeitig mit der Auswertung von "Tagebüchern" der Betroffenen die jeweils aktuelle Situation immer kleinräumiger darstellt und analysiert. Dazu dient auch die neue Version einer Handy-Applikation. Katharina Bastl, Expertin des Service, betonte, man wolle durch frühzeitige Warnungen dazu beitragen, dass Allergiker nicht in die größten Belastungen "hinein laufen".

Jeder Allergiker weiß allerdings binnen Minuten ab Beginn der Symptome, woher Heuschnupfen etc. kommen. Die Beschwerden - auch jener von Pollenallergikern - sind größtenteils von der jeweiligen Konzentration der Allergene abhängig. So litten die Birkenpollenallergiker beispielsweise im Jahr 2013 mehr, obwohl die Gesamtbelastung im Jahr 2012 höher war. Ein "explosionsartiger" Blühbeginn sei hier ausschlaggebend, so Katharina Bastl.

+++ Alle aktuellen Infos zum Pollenwetter finden Sie auf wetter.at +++

Pollen-Prognosen

Derzeit befinden wir uns über weite Teile des Landes verteilt in der Hauptblütezeit von Hasel und Erle. Im Verlauf dieser Woche wird ihr Pollenflug zwar immer wieder gedämpft, allersings muss man bei Schönwetter mit einer hohen Pollenkonzentration von Hasel und Erle gerechnet werden. Betroffene sollten daher Wälder mit einem hohen Vorkommen dieser Sorten meiden. Wie der Pollenwarndienst auf seiner Homepage erklärt, können auch Birkenpollenallergiker durch eine Kreuzreaktion darauf reagieren.

Die Eschenblüte wird bei dauerhaft schönem Wetter ab Mitte März erwartet. Die Prognose der Experten für heuer fällt überdurchschnittlich aus. Die Birke soll laut Vorhersagen gegen Ende März hin blühen.

Therapie gegen Allergien

In der Therapie setzen die Experten auf drei Säulen: Allergenvermeidung (bei Pollen eher schwierig), symptomatische Therapie mit Antihistaminika und/oder Cortisonsprays und schließlich die spezifische Immuntherapie ("Allergieimpfung", Sublingualtabletten). Bei der "Allergieimpfung" gibt es vor alle eine neue Entwicklung: Die Zahl der Injektionen kann zunehmend reduziert werden. Es reichen offenbar auch acht oder zehn solcher Behandlungen aus.

Eine Allergie kann aufgehalten werden", so Chef der HNO-Klinik der MedUni Wien im AKH, Wolfgang Gstöttner. Die frühzeitige Diagnose und eine entsprechende Therapie könnten schwere Verlaufsformen bremsen.

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Wechselnd bewölkt, regnerisch, 4/10°

Störungseinfluss bringt von Westen zahlreiche dichte Wolken. Mit diesen regnet es bei einer Schneefallgrenze zwischen 800 und 1200m Seehöhe zunächst noch im Osten und Südosten. Im Laufe des Nachmittags setzt schließlich von Vorarlberg bis Salzburg und Oberösterreich neuerlich Niederschlag ein, der sich hier bis zum Abend deutlich intensiviert. Chancen auf Sonnenschein sind allgemein gering, etwas höher lediglich in Kärnten und Osttirol. Der Wind weht alpennordseitig mäßig bis lebhaft aus West, im Süden bleibt es windschwach. Die Nachmittagstemperaturen 7 bis 13 Grad. Heute Nacht: Mit einer nordwestlichen Strömung stauen sich zwischen Vorarlberg und dem westlichen Niederösterreich in der Nacht auf Dienstag viele dichte Wolken. Bei einer Schneefallgrenze zwischen tiefen Lagen und etwa 800m Seehöhe regnet und schneit es hier außerdem teilweise stark. Überall sonst gibt es hingegen bei wechselnder Bewölkung vor allem in Osttirol, aber auch von Oberösterreich ostwärts einzelne lokale Regen- oder Schneeregenschauer. Der Wind aus West bis Nord weht in den Föhntälern im Süden sowie teils im Osten mäßig, in den höchsten Lagen auch lebhaft. Die Tiefsttemperaturen umspannen minus 2 bis plus 5 Grad.
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