12. April 2019 | 23:02 Uhr

Schnee Sonne Winter Kaiserwetter © Getty Images

Russland-Kälte

Oster-Wetter spielt total verrückt

Es ist für diese Jahreszeit viel zu kalt. Schuld daran ist das garstige Hoch „Katharina“.

Und dabei war der Frühling gerade so in Hochform: Nach den herrlich warmen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein an den letzten drei Wochenenden starten justament die Osterferien mit einem – Verzeihung – absoluten Sauwetter. Schon in den letzten Tagen war es vor allem in den Morgenstunden in ganz Österreich bitterkalt. Die Temperaturen schrammten in manchen Regionen des Landes haarscharf am Gefrierpunkt entlang. Aber es kommt noch schlimmer!

Derzeit ist es fünf Grad zu kalt für diese Jahreszeit

Russlandkälte. Ab heute, Samstag, bäumt sich General Winter ein letztes Mal so richtig auf. Unterstützt wird er dabei tatkräftig vom Hoch „Katharina“, einem gewaltigen Wirbel über Skandinavien, der sich gegen den Uhrzeigersinn dreht und beständig riesige Mengen eiskalter Luft nach Europa schaufelt. Die Temperaturen sinken heute und morgen auf einen absoluten Wochentiefstand. Mit maximal 10 Grad ist es um etwa fünf Grad zu kalt für diese Jahreszeit.

Schneeschock! Die Schneefallgrenze sinkt auf 500 Meter herab. Das bedeutet, dass auch in höheren Lagen der Niederungen, wie etwa im Wienerwald oder in der ­Buckligen Welt in Niederösterreich, Schneeflocken vom Himmel tanzen können. Ein Bild, das man zu dieser Jahreszeit garantiert nicht mehr sehen will.

Durchhalten! Es wird 
allmählich wieder schöner

In dieser äußerst ungemütlichen Tonart geht es noch bis morgen, Sonntag, weiter. Erst am Montag tritt Besserung ein. Die Temperaturen steigen wieder auf 14 bis 16 Grad tagsüber, und die dicke Wolkendecke über Österreich lockert sich zusehends auf. Die noch vage und von berechtigter Hoffnung genährte Pro­gnose für das kommende Osterwochenende: Frühling!

"Katharina die Große" bringt Russlandkälte

Über Skandinavien braut sich seit ein paar Tagen das gewaltige Hoch „Katharina“ zusammen und gewinnt dabei stündlich an Größe. Die maximale Ausbreitung erreicht dieser für ganz Westeuropa wetter­bestimmende Wirbel an diesem Wochenende.

Das Hoch dreht sich beständig gegen den Uhrzeigersinn und schaufelt dabei mit ausladender Geste riesige Mengen an Kaltluft aus dem russischen Raum zu uns. Die Tiefsttemperaturen heute und morgen liegen knapp über dem Gefrierpunkt. Es schneit bis auf 500 Meter herab.

Wetterwechsel

Ab Montag zeigt sich „Katharina“ dann aber von ihrer freundlicheren Seite. Das Hoch zieht gen Südosten und bringt deutlich mildere Luft zu uns. Die Temperaturen steigen dann wieder auf 14 bis 15 Grad.

Österreich Wetter

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Im W noch Schneeschauer, 1/8°

Zur Wochenmitte sorgt Störungseinfluss für wechselhafte Verhältnisse. Während in den Niederungen rund um den Alpenbogen Sonnenschein und dichtere Wolken abwechseln, halten sich am Alpenhauptkamm deutlich mehr dichte Wolken. Am Vormittag regnet und schneit es unergiebig vor allem an der Alpennordseite bei einer Schneefallgrenze zwischen 400 und 1000m Seehöhe. Im Laufe des Nachmittags lässt jedoch auch hier mit steigendem Luftdruck der Niederschlag ganz nach und das Wetter beruhigt sich. Den meisten Sonnenschein gibt es im Nordosten und Südwesten. Der Wind weht meist schwach bis mäßig, im Süden und Osten auch lebhaft aus nördlichen Richtungen. Tageshöchsttemperaturen 7 bis 13 Grad, mit den höchsten Werten im Osten. Heute Nacht: Die Nacht auf den Gründonnerstag startet entlang des Alpenhauptkamms eher bewölkt, überall sonst meist noch gering bewölkt. Im Laufe der Nacht werden die Wolken aber im ganzen Land mehr. Dabei kann es an der Alpennordseite zwischen Innsbruck und Wien leicht regnen oder schneien. Die Schneefallgrenze liegt anfangs um 1000m Seehöhe und sinkt bis zum Morgen auf etwa 700m ab. Der Wind weht meist schwach bis mäßig aus Nordost bis Nord. Tiefsttemperaturen minus 3 bis plus 6 Grad.
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